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Flächenmonitoring

Bericht 2001-2005


Nach der Wiedervereinigung der getrennten Stadthälften erreichte die Dynamik der baulichen Entwicklung - und damit auch der Flächeninanspruchnahme - in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ihren Höhepunkt. Im 5-Jahres-Zeitraum 2001 - 2005 wurden demgegenüber deutlich weniger Potenzialflächen als im Zeitraum 1996 - 2000 beansprucht. Rund 20% der Flächeninanspruchnahme entfiel auf die Stadtbereiche innerhalb des S-Bahn-Ringes.

Diagramm: Flächenpotenziale für bauliche Nutzungen in Berlin

Die fünf Jahre zwischen 2001 und 2005 waren gekennzeichnet durch:
  • die Fertigstellung des Regierungsviertels
  • eine eindeutige Priorität der Innenentwicklung - weniger als 10% der Flächeninanspruchnahme entfielen auf Stadterweiterungen
  • starke Rückgänge im Geschosswohnungsbau als Reaktion auf die Leerstandsproblematik
  • eine zunehmende Bedeutung des Einfamilienhausbaus im Stadtgebiet
  • vermehrte Flächeninanspruchnahme für den großflächigen Einzelhandel und damit verbunden intensive stadtplanerische Steuerungsprozesse, die durch das Flächenmonitoring unterstützt wurden
  • sowie verstärkte Flächeninanspruchnahme für Verkehrsanlagen
Die Stadtplanung hat auf die veränderten Rahmenbedingungen reagiert:
  • Auf mehreren Stadterweiterungs- und Umnutzungsflächen wurden die Pläne für den Geschoss-Wohnungsbau aufgegeben; gleichzeitig wurden an zahlreichen Einzelstandorten die Voraussetzungen für eine - der Nachfrage entsprechende - Einfamilienhausbebauung geschaffen.
  • Im Bereich der "Ring-Standorte" werden anstelle der ursprünglich geplanten Dienstleistungskonzentrationen jetzt individuelle Nutzungskonzepte entwickelt und umgesetzt. Als grundsätzliches Ergebnis ist festzustellen, dass die am Jahresbeginn 2006 verfügbaren Flächenpotenziale ein breites Angebot für alle Nutzungsarten bieten. Nicht die Planung auf neuen Flächen, sondern die optimierte Aktivierung vorhandener Flächen und die Steuerung auf die am besten geeigneten Standorte wird auch künftig eine zentrale Aufgabe der Stadtentwicklung und der räumlichen Planung sein.

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