Was tun gegen die Kirschfruchtfliege?
Süßkirschen im eigenen Garten pflücken - der Traum vieler Gartenfreunde. Doch Maden in den Kirschen verderben die Freude. Die
Kirschfruchtfliegen schlüpfen zeitgleich mit dem Farbumschlag der Kirschen von grün nach intensiv gelb aus dem Boden. Sie legen ihre Eier in die noch unreifen Früchte. Besonders die geschmacklich wertvollen spät reifenden Sorten werden intensiv befallen. Pflanzenschutzmittel sind seit einigen Jahren aus gutem Grund für diesen Anwendungsfall nicht mehr zugelassen. Was also tun, damit auch im eigenen Garten wieder "gut Kirschen essen" ist?
In jedem Fall sollten alle, auch vermadete Kirschen abgeerntet werden (nicht nur durch die Vögel). Fallen die madigen Kirschen Jahr um Jahr vom Baum, schaukelt sich der Besatz an überwinternden Maden/Fliegenpuppen im Boden überdurchschnittlich hoch.
Zusätzlich kann, soweit es die Flächennutzung unter den Bäumen zulässt, die Baumscheibe kurz nach dem Fruchtansatz dicht mit einem Gemüseschutznetz oder Vlies abgedeckt werden. Die Ränder sind gut zu sichern. Dann kann ein Großteil der aus dem Boden schlüpfenden Fliegen die Früchte nicht mehr erreichen. Auch kurz vor der Ernte können durch Auslegen großer Folien oder Filzbahnen unter den Bäumen befallene Früchte aufgefangen und gezielt spatentief vergraben werden. Der Schädling überwintert nur bis zu einer Bodentiefe von ca. 5 cm.
Das Aufhängen von Gelbtafeln / Kirschfruchtfliegenfallen dient fast ausschließlich der Kontrolle des Flugverlaufes. Eine effektive Reduzierung der Schädlinge ist hierdurch allein nicht zu erreichen.
Wer madenarme Kirschen ernten möchte, kommt nicht umhin, die verschiedenen Maßnahmen zu kombinieren.
Weinblätter mit Deformationen
Auf der Blattoberseite der Weinblätter zeigen sich blasen- oder pockenförmige Erhebungen, die rötlich, gelblich oder grün sein können. Die vertieften Teile auf der Blattunterseite bestehen aus dichtem Filz mit weißlichen Blatthaaren. In ihnen leben die nur 0,15 mm langen, walzenförmigen, gelblich-weißen
Rebenpockenmilben. Die erwachsenen Gallmilben überwintern in den Rebknospen. Mit dem Schwellen der Knospen beginnen sie ihre Saugtätigkeit. Der Haarfilz, als Reaktion auf das Saugen der Rebenpockenmilben vom Blatt gebildet, bietet den Milben Schutz und günstige Klimabedingungen. Vorzugsweise werden die weichen ersten Blätter der Rebe besaugt. Erfahrungsgemäß lässt der Befall im Verlauf des Sommers deutlich nach. Neue Blätter werden dann kaum mehr befallen. Auch wenn die Befallssymptome auffällig sind, führt dies weder zu Wuchshemmungen noch zu Ertragseinbußen der Rebe. Die befallenen Blätter können ausgepflückt werden. Austriebsspritzungen mit Rapsölpräparaten im Folgejahr reduzieren den Befallsdruck. Auch regelmäßige Spritzbehandlungen mit Schwefelpräparaten gegen den Echten Mehltau haben im Nebeneffekt eine gute Wirkung gegen diese Milben.
Aktueller Tipp
Der Flug der ersten Generation des
Pflaumenwicklers hat begonnen. Wer in seinem Garten diesen Schädling bekämpfen möchte, sollte sich auf die zu erwartende zweite Generation Mitte Juli konzentrieren.
Weitere Informationen zum Pflanzenschutz: