Pflanzenschutz  
 

Pflanzenschutz im Stadtgrün - Schadorganismen in Berlin

Tierische Schaderreger: Eichenprozessionsspinner


v.l.n.r.: Falter, Raupe, Raupennest, Kronenfraß
v.l.n.r.: Falter, Raupe, Raupennest, Pheromonfalle, Kronenfraß

Der Eichenprozessionsspinner Thaumetopoea processionea ist ein nachtaktiver Schmetterling und gehört zur Familie der Zahnspinner Notodontidae. Er ist seit 2004 auffällig geworden und tritt seitdem verstärkt und mit steigender Tendenz im Berliner Stadtgebiet auf.

Besonders nach Trockenjahren neigt er zu Massenvermehrungen, die zu Kahlfraß an Eichen führen können.

Die Raupen, die Nester und die alten verlassenen Nester stellen für Menschen und Tieren aufgrund der Haare (Gifthaare) eine Gefahrenquelle dar.

Aktuelles


14.02.2017: Auswertung der EPS-Überwachung 2016

Die Population der Eichenprozessionsspinner bewegte sich im Stadtgebiet 2016 weiterhin auf einem unteren/mittleren Niveau, wobei es 2017 durchaus zu einem örtlich unterschiedlich starken Auftreten der Eichenprozessionsspinner kommen kann. Deshalb sollten vorsorglich Mittel für eine mögliche mechanische Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner in sensiblen Bereichen (Aufenthaltsdauer und Anzahl von Menschen) einkalkuliert werden, sofern auf die Anwendung von Bioziden verzichtet wird.

Kommt es nach Einschätzung des Befalls zu einer Bekämpfungsentscheidung (mit Bioziden) im Sinne des Gesundheitsschutzes, so sind alle rechtlichen Rahmenbedingungen (Natur-, Arten-, Landschafts-, Wasserschutzverordnungen) zu beachten.

An der grundsätzlichen Vorgehensweise zur Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner zum vorbeugenden Gesundheitsschutz im Stadtgebiet Berlin hat sich nichts verändert.