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| Fläche: |
FFH-Gebiet: 1.591,7 ha
SPA-Gebiet: 1.510,4 ha |
| Lage: |
An der Unterhavel zwischen Heerstraße und Großem Wannsee |
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Als FFH- und SPA-Gebiet gemeldet |
| Bestandteil von: |
LSG Grunewald |
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Von beeindruckender Vielgestaltigkeit ist dieses Waldgebiet. Teile von ihm wurden gemäß FFH-Richtlinie und als
EU-Vogelschutzgebiet gemeldet. Der westliche Teil zeigt das hügelige Relief einer Endmoränenlandschaft und wird vom Grunewaldgraben durchzogen. Östlich schließt sich die Grundmoränenfläche des Teltow an, durch die von Nordost nach Südwest in einer Rinne die Grunewaldseenkette verläuft. Die in den Senken entstandenen Moore sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen, ebenso eine ehemalige Sandgrube im Jagen 86.
Die Tier- und Pflanzenwelt des Grunewaldes ist sehr reichhaltig. Sandtrockenrasen und trockene Heiden prägen die durch militärische Nutzung entstandenen Freiflächen. Besonders wertvoll sind aber auch die zum Teil mehrere hundert Jahre alten Eichen des Grunewaldes.
Besuchertipps
Der Grunewald ist von den S-Bahnhöfen Grunewald, Schlachtensee und Nikolassee oder von den U-Bahnhöfen Onkel Toms Hütte und Krumme Lanke in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Der gesamte Forst und auch das Natura 2000-Gebiet sind durch ein dichtes Wegenetz erschlossen. Allerdings sind Teile der
NSG eingezäunt und dürfen nicht betreten werden.
Empfehlenswert ist die Wanderung vom
Postfenn entlang des Kleinen Grunewaldgrabens über den Teufelssee vorbei am
Pechsee und am Havelberg zur Großen Steinlanke. Dieser auch als "Schwarzer Weg" bezeichnete Wanderweg gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten im Grunewald. Sehr empfehlenswert ist auch der
Höhenweg parallel zur Havel. Über die Havelchaussee gelangt man mit Fahrrad, Auto oder Bus zum Grunewaldturm, der nicht zum Natura 2000-Gebiet gehört, aber von diesem umgeben ist. Im Norden liegt, ebenfalls auf einer Fläche, die nicht zum Natura 2000-Gebiet gehört, das
Ökowerk Teufelssee, ein ehemaliges Wasserwerk, das heute als Naturschutzzentrum dient. Hier kann man sich im Infozentrum WASSERLEBEN über Landschaftsgeschichte und Waldentwicklung des Grunewaldes und die ökologischen Folgen der Grundwassernutzung informieren. Die interaktive Ausstellung - mit einem begehbaren See, großen Grunewaldmodell und einem Fluss zum Selbstgestalten - wurde für Erwachsene und Kinder ab sieben Jahren konzipiert. Vom Ökowerk aus erreicht man den Teufelssee und die frei zugänglichen Teile der
Sandgrube im Jagen 86 mit Kleingewässern und vegetationsarmen Sandflächen.
Schöne und abwechslungsreiche Wanderwege verlaufen entlang der Seen und Moore der Grunewaldseenkette. Sie eignen sich sowohl für ausgedehnte Wanderungen als auch für kurze Spaziergänge. Besonders reizvoll ist ein abendlicher Spaziergang auf dem rund sieben Kilometer langen Uferweg um den Schlachtensee, wenn die untergehende Sonne das Wasser goldorange färbt und der Gegensatz zur dunklen Waldkulisse deutlich wird. Im Sommer lädt der klare Schlachtensee zum Baden ein und an seiner Ostseite hält ein Verleih Boote bereit. Auch an der Krummen Lanke und am Grunewaldsee gibt es Badestellen. Rasten kann man in einer der Ausflugsgaststätten wie der Alten Fischerhütte am Schlachtensee oder dem Restaurant Forsthaus Paulsborn am Südufer des Grunewaldsees in unmittelbarer Nähe des
Jagdschlosses Grunewald.
Ausflugstipps - Auf Försters Wegen
Radrouten