Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung akquirierte zusammen mit den Stadtverwaltungen von Rom, Barcelona, Göteborg, Bukarest und Ploiesti (BG) das
EU-Förderprojekt
SpiCycles zur Stärkung des Fahrrads als "Alltagsverkehrsmittel", das im
Programm "Intelligent Energy Europe" von der EU finanziell unterstützt wird. Die Laufzeit des Projekts beträgt 36 Monate von Januar 2006 bis Dezember 2008.
In Berlin wurde für den Bezirk Pankow eine modellhaftes Konzept für ein örtliches Radwegenetz erarbeitet. 12 bezirkliche Fahrradrouten sollen alle wichtigen Quellen und Ziele des Alltagsverkehrs in Pankow auf fahrradfreundlichen Wegen miteinander verbinden. Die Infrastrukturplanung wird damit konsequent an der Nutzung des Fahrrads ausgerichtet, die überwiegend im eigenen Stadtquartier in der Umgebung des Wohnorts, erfolgt. Im Bundesdurchschnitt ist der alltägliche, mit dem Fahrrad zurückgelegte Weg lediglich 3,3 km lang.
Siehe:
Ein zweiter Projektbaustein war den Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gewidmet. Ob, von wem, wie oft, zu welchem Zweck und mit welcher Einstellung das Rad in der Alltagsmobilität eingesetzt wird, hängt nicht zu letzt vom sog. "Antrittswiderstand" ab. Das Vorhandensein von sicheren, wettergeschützten und leicht zugänglichen Abstellanlagen am oder im Wohnhaus als auch am Ziel der Fahrt können für die Entscheidung, das Rad zu nutzen, mit ausschlaggebend sein. Daneben ist vorgesehen, beispielhaft Abstellmöglichkeiten an zentralen Einzelhandelsstandorten oder einem großen Betriebsstandort zu verbessern.
Siehe:
Das dritte Projektelement hatte die Entwicklung einer Kommunikationskampagne zum Fahrradverkehr einschließlich eines Finanzierungskonzepts auf
ppp-Basis zum Ziel. Diese setzt an den Konfliktsituationen an, die durch die gemeinsame Nutzung der selben Infrastruktur durch Rad- und Autofahrer entstehen. Der Handlungsbedarf ergibt sich insbesondere dadurch, dass Auto- und Radfahrer diese Konflikte häufig auf aggressive und riskante Art austragen. Eine Motivations- und Imagekampagne soll versuchen, zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt, zur Deeskalation der häufig sehr emotionalisierten Konfliktaustragung sowie zur Rückgewinnung eines Rechts- bzw. Unrechtsbewusstseins beitragen. Als Zielgruppen stehen insbesondere die Bevölkerungs- und Altersgruppen mit hohem Risikopotential im Vordergrund.
Veranstaltungen
Berlin, 23. Februar 2007,
TU Berlin
Beiträge des Workshop II: Fahrradparken beim Einkaufen"
Berlin, 30. Januar 2007
Projektgespräch Radverkehr Pankow
Der Bezirk Pankow und seine Bürger engagieren sich für den
Radverkehr
Auf Einladung des SpiCycles Projektes trafen sich am letzten Dienstag im Januar Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, des Bezirks Pankow, aktive Radfahrer aus dem Bezirk sowie die Veranstalter zum "Projektgespräch Radverkehr Pankow".
Berlin, 17. November 2006, TU Berlin
Beiträge des Workshop I: Nahbereichsrouten für den Radverkehrfinden Sie unter: