Mit dem Projekt EASYWAY sollen die im Zuge der Euroregionalen Projekte (ERP) begonnenen Arbeiten fortgesetzt werden, wobei der Schwerpunkt von der lokalen und regionalen auf die europäische Ebene verschoben wird. Langfristiges Ziel des Projektes ist die Einrichtung von "nahtlosen", harmonisierten Diensten in den Bereichen
- europaweite Verkehrsinformationsdienste
- europaweite Verkehrsmanagementdienste
- europaweite Güter- und Logistikinformationsdienste und
- europaweit integrierte Infrastruktur in den Informations- und Kommunikationstechnologien.
Basis dafür sind Aufstellung und Umsetzung von klaren Zielen für die
ITS-Infrastruktur, orientiert an den Vorgaben des ITS Action Plan der europäischen Kommission und spezifiziert von den Programmpartnern im Rahmen von "European Studies". EasyWay erweitert darüber hinaus das Programm der ERP durch eine stärkere Orientierung an den Bedürfnissen des "europäischen Endverbrauchers" durch Ausbau der "transeuropäischen Dienste" in den angesprochenen Bereichen.
Derzeit wird darüber hinaus ein Richtlinienvorschlag der Kommission verhandelt, der die Kommission als zentralen Koordinator, unterstützt durch ein Komitologieverfahren, vorsieht. Ebenfalls in diesem Zusammenhang zu sehen ist die Überprüfung bzw. Neuausrichtung der Politik zum transeuropäischen Verkehrsnetz (
TEN-T).
Die Schwerpunkte Sicherheit, Staureduktion und Umwelt, die bisher schon Gegenstand der Euro-Regionalen-Programme waren, bleiben erhalten. Projektpartner sind 21 Mitgliedsländer. Innerhalb Deutschlands besteht eine Zusammenarbeit mit den betroffenen Industrien, Straßenbetreibern, Telekommunikationsanbietern, dem öffentlichen Nahverkehr und anderen Interessengruppen .
Phase I des Projektes lief von 2007 bis Ende 2009, zwei weitere Phasen (2010-2011 und 2012-2013) sollen folgen. Phase II wurde im April 2009 von der Europäischen Kommission ausgeschrieben und die bisherigen Partner haben sich darum beworben. Eine Entscheidung wird nach Prüfung der erzielten Ergebnisse aus Phase I voraussichtlich im Juli 2010 erfolgen.
Das Gesamtfördervolumen beläuft sich je Phase auf 100 Mio. €, mit denen in Deutschland Investitionen von derzeit 84 Mio. € gefördert werden. Die Förderquote beträgt 20%. Dabei schließt die EasyWay-Förderung in Berlin nahtlos an die CONNECT-Förderung an.
In Phase I (2009) wurden in Berlin u.a. folgende Maßnahmen gefördert:
- Planung und Maßnahmen im Rahmen des Straßeninformationssystems VISS
- Umsetzung eines Parkleitsystems anlässlich der Leichtathletik-WM
- Umbau / Regelpläne LSA zur Busbeschleunigung
- Erweiterung der Detektion im Hauptstraßennetz
- Installation von Videovorrichtungen zur Verkehrslagebeurteilung
- Verkehrsmanagementinvestitionen anlässlich der Leichtathletik-WM
Für Phase II (2010-2011) wurden zur Förderung u.a. angemeldet:
- Masterplan Verkehrstelematik
- Konzeption - Masterplan Mobilitäts- und Verkehrsmanagement neuer Projekte/ Verkehrs- und Mobilitätsforschung
- Konzeption regionales Verkehrsmanagement Berlin-Brandenburg
- Sicherheitskonzept Verkehrsregelungszentrale (VKRZ)
- Fortschreibung Wirtschaftsverkehrskonzept
- Ergänzung der Verkehrstechnik an den Bundesautobahnen
- Evaluierung Verkehrskonzept für Großveranstaltungen (Intermodalität)
- Weiterführung Verkehrsinformationssystem Straße (VISS)
- Maßnahmen LSA (ÖPNV-Beschleunigung)
- Optimierung Verkehrswarndienst
- Verkehrsdetektion
- Erweiterung der verkehrlichen Videoüberwachung VKRZ
- Ersatzbeschaffungen/Hardware/Software VKRZ und VMZ
- Dialog Displays
Die Fördersumme für Berlin aus Phase I wird voraussichtlich ca. 900.000 EUR betragen.