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EU/Internationales: Internationale Zusammenarbeit mit Städten und Regionen

Eurocities - 2011


"Berlin - City for All" - Bewerbungsfilm zum EUROCITIES Award (in Englisch)
"Grasping Berlin – Shaping Berlin"

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Sprechertext in Deutsch und in Englisch

Berlin nominiert für den Eurocities-Award 2011 in der Kategorie "Innovation"

Berlin wurde für den diesjährigen EUROCITIES-Award 2011 nominiert. EUROCITIES ist mit über 140 Städten aus mehr als 30 Staaten das größte europäische Städtenetzwerk. Es ist eines der wichtigsten Netzwerke für Großstädte in Europa. Mit dem Award werden herausragende Beispiele in den Kategorien "Innovation, Partizipation und Kooperation in der Stadtplanung" gewürdigt. Jeweils 3 Städte wurden in den einzelnen Kategorien ausgewählt. Eine internationale Jury wird die endgültige Entscheidung über den Award-Gewinner im Rahmen der Jahrestagung von EUROCITIES in Genua im November 2011 treffen. Nominiert wurden Projekte, die einen Beitrag dazu leisten, den Bürger und seine Belange in den Mittelpunkt der Stadtplanung zu stellen.

Berlin hat sich in der Kategorie "Innovation" mit dem Modell "Berlin - begreifbar für alle" beworben. Im Sinne eines Design for All wird mit diesem Modell die charakteristische urbane Struktur von Berlin ertastbar und mit mehreren Sinnen erfahrbar. Damit entspricht Berlin weiterhin den Anforderungen der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, auch zukünftig verstärkt die Belange von Menschen mit Behinderung im städtischen Umfeld zu berücksichtigen.

Um allen Menschen und hier besonders Menschen mit Sehbehinderungen Informationsmöglichkeiten zum Stadtgefüge oder zur Architektur Berlins geben zu können, wurde ein innovatives haptisch erfahrbares Stadtmodell im Maßstab 1:2.000 entwickelt. Durch eine prägnante hell - dunkel Kontrastierung in realitätsnahem Material werden sowohl haptische als auch optische Eigenschaften und damit mehrere Sinne angesprochen.
Eine Besonderheit des Tastmodells besteht darin, stadtbildprägende Sehenswürdigkeiten im Maßstab 1:500 hervorzuheben. Damit ist auch eine intensivere "Befassung" mit der Architektur Berlins möglich. Zukünftig wird mittels einer besonderen Technik das Tastmodell zu einem "Sprechenden Modell" weiterentwickelt, um künftig Informationen auch akustisch bzw. über Gebärdensprache zu vermitteln. Ertastbar ist das Areal zwischen Deutscher Oper und Strausberger Platz sowie zwischen Charité und Mehringplatz.

Darüber hinaus hat Berlin mit den innovativen Planungshandbüchern zum "Design for All" unter Beteiligung Berliner Behindertenverbänden in den Sprachen Englisch und Deutsch ein international beachtetes Grundlagenwerk zum barrierefreien Bauen und zur Gestaltung des öffentlichen Raumes entwickelt. Als Regelwerke für Architekten und Stadtplaner nehmen sie Einfluß auf eine Gestaltungsauffassung, die der UN Behindertenrechtskonvention entspricht. Soziale Nachhaltigkeit, Vielfalt und Ästhetik als Anliegen der Berliner Baukultur finden darin ebenso ihren Niederschlag, wie bauliche Antworten auf die demographischen Entwicklungen.

In Zukunft soll ein Ergänzungsband "Design for All - Öffentlicher Verkehrsraum Berlin" in gleichem Erscheinungsbild erarbeitet werden. Anwenderfreundliche übersichtliche Datenblätter sollen künftig die Umsetzung im Planungsablauf weiter erleichtern.
Damit soll sich Berlin zur Metropole im Design for All entwickeln, was sich als Standortvorteil einer lebens- und liebenswerten Stadt für Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für Gäste der Stadt niederschlagen wird.



Viertes Treffen der Arbeitsgruppe Barrier-free City for All
am 27. und 28. Juni 2011 in Wien

Das 4. Meeting wurde durch die Vizebürgermeisterin der Stadt Wien, Frau Mag.a Maria Vassilakou und durch die Staatssekretärin für Bauen und Wohnen von Berlin, Frau Hella Dunger-Löper eröffnet.

35 Expertinnen und Experten aus 16 europäischen Großstädten und europäischen Verbänden erörterten an zwei Tagen Lösungen zur Barrierefreiheit im städtischen Raum.
Welche Auswirkungen fehlende Barrierefreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Straßenraum auf die Teilhabe, besonders für Menschen mit Behinderungen haben, veranschaulichte eindrucksvoll zu Beginn ein Video "Prague needs Revolution" mit Interviews von Betroffenen.

Anhand des Neubauprojektes Hauptbahnhof Wien, die für Wien derzeit bedeutendste Infrastrukturmaßnahme einschließlich der Entwicklung eines gesamten Stadtviertels, wurden die vielfältigen Anforderungen an Barrierefreiheit diskutiert. Die Experten der Stadt Wien erläuterten die Umsetzung des Wiener Transport Masterplans und den "Aktionsplan FußgängerInnen". Der Aktionsplan beschreibt Maßnahmen zur Entwicklung eines attraktiven Fußwegenetzes, unter Beachtung der Prinzipien eines Design for All.

Am zweiten Tag wurden unterschiedliche Orientierungs- und Verkehrsinformationssysteme vorgestellt. In Navigationssystemen für blinde Personen werden derzeit noch unterschiedliche technische Systeme verwendet. Hier könnten einheitliche Standards die Kosten für marktfähige Lösungen zukünftig reduzieren.

Praktische Beispiele zu Leitsystemen für blinde und sehbehinderte Personen wurden an der Umsteigestation Praterstern und der 2010 fertiggestellten U-Bahnstation Stadtlau erläutert.

Die Präsentationen von Best practices zeigten die Vielfalt praktizierter Lösungen. Die Expertinnen und Experten waren sich dennoch einig, dass diese praktischen Erfahrungen aus den Städten als Grundlage für einheitlichere Lösungen in europäischen Städten zukünftig genutzt werden sollten.




Die Präsentationen der Referenten liegen in englischer Sprache vor.

Presentations
 


 
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