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Geodateninfrastruktur

Förderung von Maßnahmen zum Aufbau der Geodateninfrastruktur im Land Berlin aus EU-Mitteln


Logo EU und EFRE - Dieses Vorhaben wird von der Europäischen Union kofinanziert (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), Investition in Ihre Zukunft!

Für den Zeitraum 2007 bis 2013 werden dem Land Berlin 875,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) von der Europäischen Union zur Verfügung gestellt.

Davon sind 2,164 Millionen Euro für Maßnahmen zum Aufbau der Geodateninfrastruktur (GDI) vorgesehen. Mit dem Aufbau der GDI werden die bestehenden Daten und Informationen mit Raumbezug so aufbereitet, dass sie leicht zugänglich und in einfacher Weise von Wirtschaft und Verwaltung genutzt werden können.

Die Geodaten und Anwendungen sollen
  • für alle Nutzer bekannt und systematisch erfasst werden (Katalogfunktion)
  • leichter auffindbar sein (Recherchefunktion)
  • so weiterentwickelt werden, dass sie internationalen Standards entsprechen, austauschbar mit anderen
  • Geodateninfrastrukturen werden und besser untereinander nutzbar sind (Interoperabilitätsfunktion)
  • einfacher und besser dargestellt werden können (Präsentationsfunktion)
  • alle verfügbar sein (Vollständigkeitsfunktion)
  • grundsätzlich nicht mehrfach gehalten werden (Effizienzfunktion)
  • neue Datenbestände und Anwendungen anregen (Mehrwertfunktion)

Fördermittelempfänger ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Sie bündelt die GDI-Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung des Landes Berlin.
Projektausgaben können zu 50 % durch EFRE Mittel finanziert werden. Die Vorfinanzierung und Kofinanzierung liegt bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.

Mögliche Fördermaßnahmen sind:

  • die Erstellung von Konzeptionen und Öffentlichkeitsarbeit mit
    • Vergabeleistungen für den Aufbau eines Geoportals,
    • Veranstaltungen, Workshops, Lehrgänge zum know-how Transfer zwischen den Verwaltungen, der Wirtschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen,
    • Maßnahmen zur Kooperation und Koordination mit Interessenverbänden, national und international.

  • der Ausbau des Geodatenangebots mit
    • Vergabeleistungen zur Bereitstellung von Metadaten im BE/BB-Profil,
    • Vergabeleistungen zur Aufbereitung von Geobasis- und Geofachdaten (Geokodierung, Georeferenzierung, geometrische und semantische Harmonisierung und Generalisierung),
    • Vergabeleistungen zur Aufbereitung von Geobasis- und Geofachdaten (Geokodierung, Georeferenzierung, geometrische und semantische Harmonisierung und Generalisierung),
    • Leistungen zur Harmonisierung mit der GDI Brandenburg,

  • der Ausbau von Infrastrukturkomponenten mit
    • Vergabeleistungen für den technischen Aufbau eines Geoportals,
    • Aufbau eines abgestimmten Metadatenkatalogs (Katalogfunktion) mit Brandenburg,
    • Beschaffung von Hard- und Software, sowie die Anbindung an und die Einrichtung von Hochgeschwindigkeitsnetzen soweit sie Bestandteil der GDI-Berlin werden,
    • Weiterentwicklung vorhandener 2D und 3D GIS-Systeme im Rahmen der GDI Berlin für die Zwecke der Stadtplanung, der Wirtschaftsförderung und der Privatwirtschaft,
    • Aufbau eines Contentprovidings für Geobasis- und Geofachdaten.

Es gelten folgende Förderkriterien:
  • Die Geodateninfrastruktur muss für Nutzer und Anbieter vorteilhaft sein. Nur soweit notwendig werden zentrale Strukturkomponenten geschaffen.
  • Die Zuständigkeit für Aufbau, Pflege und Vertrieb von Datenbeständen, Diensten und Anwendungen liegt bei den jeweiligen Fachverantwortlichen. Die Geodateninfrastruktur soll die Fachverfahren bei der Nutzung von Geodaten wirkungsvoll unterstützen. Dazu ist der Einsatz von Geoinformationstechnologie in der Verwaltung durch geeignete Maßnahmen wie Schulungen, Informationsaustausch, Landeslizenzen, Unterstützungswerkzeuge usw. zu fördern.
  • Die Geodateninfrastruktur wird unter Nutzung des Vorhandenen schrittweise und abgestimmt aufgebaut. Grundlage für die Entwicklung sind Standards für Schnittstellen und Inhalte sowie abgestimmte Vorgehensweisen.
  • In der Geodateninfrastruktur-Berlin/Brandenburg werden Normen und Standards der ISO, des W3C, des OGC, von GDI/DE und der GDI-Berlin/Brandenburg berücksichtigt.
  • Grundsätzlich sollen die Ergebnisse der konzeptionellen und softwaretechnischen Entwicklungen innerhalb der Geodateninfrastruktur-Berlin/Brandenburg allen an der Geodateninfrastruktur-Berlin/Brandenburg beteiligten öffentlich-rechtlichen Stellen zur entgeltfreien Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Geodatenbestände der Verwaltungen sollen - soweit rechtlich zulässig - über Dienste zur Verfügung gestellt werden. Die Geodaten, Geoservices und Geoanwendungen werden in einem gemeinsamen Katalog (GeoMIS.BE/BB) bekannt gemacht.

Bisher wurden Projekte mit einem Fördermittelbedarf in Höhe von ca. 500.000 € bewilligt.

Ansprechpartner


Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abt. III - Geoinformation
Frauke Bergmann
Fehrbelliner Platz 1
10707 Berlin
Tel.: 030 90139-5198
 


 
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115

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