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S-Bahnhof Lichtenrade

Obj.-Dok.-Nr.: 09097761
Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
Ortsteil: Lichtenrade
Strasse: Bahnhofstraße
Hausnummer: 33
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bahnhof (S)
Datierung: 1892

Der S-Bahnhof Lichtenrade, Bahnhofstraße 33, ist ein typisches Beispiel für einen preußischen Landbahnhof der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. (1) Das zweistöckige Bahnhofsgebäude, die niedrigen Nebengebäude und das Beamtenwohnhaus wurden 1892 aus gelbem Backstein errichtet. Die nüchterne Gestaltung mit glatten Wandflächen und einfachen Stichbogenfenstern zeigt, dass die preußische Eisenbahnverwaltung auf dem Land solide Zweckbauten ohne repräsentativen Anspruch bevorzugt hat. Der zu Bahnhofstraße gerichtete Kopfbau besitzt ein quer gestelltes Satteldach mit zwei Giebeln, während das Beamtenwohnhaus ein flach geneigtes Satteldach erhielt. Die alte Beschriftung des Bahnhofs ist noch vorhanden. Im Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes waren die Dienst- und Abfertigungsräume untergebracht, im Obergeschoss wohnte der Bahnhofsvorsteher. Die Bahntrasse führt ebenerdig am Bahnhof vorbei. 1909-10 wurde ein Mittelbahnsteig angelegt. Der S-Bahnhof hat eine große Bedeutung für die Anbindung des Ortsteils an die Innenstadt.


(1) Schmidt/Tomisch 1985, S. 110-118.

Literatur:
  • Schmidt, Tomisch/ Die Bauwerke der Berliner S-Bahn. Die Vorortstrecke nach Zossen, Berlin 1985Topographie Tempelhof, 2007 / Seite 230