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Zinnowwald-Schule

Obj.-Dok.-Nr.: 09075993
Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
Ortsteil: Zehlendorf
Strasse: Wilskistraße
Hausnummer: 78
Strasse: Hartmannsweilerweg
Hausnummer: 65
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Schule
Datierung: 1929-1930
Umbau: 1934-1935
Entwurf: Schwiertz, Erich (Architekt)
Entwurf: Ermisch, Georg Friedrich Richard (Architekt)

Während die Gebäude, die nach dem zweiten Weltkrieg ausgeführt wurden, keine architektonische Signifikanz aufweisen, ist die Zinnowwald-Schule in der Wilskistraße 78 in geschichtlicher und städtebaulicher Hinsicht von Bedeutung. Die Schule wurde 1929-32 als Doppelvolksschule vom Leiter des Zehlendorfer Hochbauamtes, Magistratsoberbaurat Schwiertz, erbaut; 1934-35 erweiterte Richard Ermisch die Anlage um einen L-förmigen Trakt im Nordosten, der formal dem Vorgängerbau angepaßt wurde. Der Baukörper ist nicht als Block, sondern zickzackförmig entwickelt; damit wurde eine adäquate Erweiterung der Anlage, die von Beginn an vorgesehen war, erleichtert und der Bau nicht der Waldlandschaft gegenüber-, sondern in sie eingestellt. Die Entwurfsplanung bezog sich in einer für die Berliner Schulbauten der Weimarer Zeit einzigartigen Weise auf die pädagogische Zielsetzung: Das Lernen in und mit der Natur bestimmte den Unterricht in der Zinnowwaldschule maßgeblich. Musik- und Theatererziehung, die u.a. in einem eigens eingerichteten Freilufttheater praktiziert wurde, stand ebenso wie der Freiluftsport auf einer Gymnastikfläche auf dem Dach der Doppelturnhalle im Mittelpunkt der Volksschulerziehung. Einen städtebaulichen Akzent setzt ein hoher Turmvorbau mit Flachdach, der im Kontrast zur Zickzackform der Anlage steht, an der Kreuzung von Hartmannsweilerweg und Wilskistraße.

Literatur:
  • Topographie Zehlendorf/Zehlendorf, 1995 / Seite 217