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Bibliotheksgebäude Teltower Damm 118

Obj.-Dok.-Nr.: 09075776
Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
Ortsteil: Zehlendorf
Strasse: Teltower Damm
Hausnummer: 118
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bibliotheksgebäude
Entwurf: 1959
Datierung: 1960-1962
Entwurf: Lehrecke, Peter (Architekt)
Ausführung: Karl-Heinrich Stargardt (Baufirma)
Bauherr: Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf

Die Kirche ist von den Gebäuden der Kirchlichen Hochschule umgeben, die in lockerer Anordnung auf dem Gelände um die Kirche gruppiert sind. Im Osten steht dem Hauptgebäude mit Hörsälen, Verwaltung und Mensa die Bibliothek gegenüber, im Westen ergänzt ein Studentenwohnheim die Baugruppe, die seit Ende der fünfziger Jahre entstanden ist. Das Bibliotheksgebäude am Teltower Damm 118 führte ebenfalls Peter Lehrecke aus. Die Planung begann 1958, 1961 konnte das Gebäude bezogen werden. Der Architekt konzipierte es als Flachbau mit einem Vollgeschoß zu ebener Erde, das die Verwaltungsräume, den Lesesaal und kleine Seminarräume aufnimmt. Im ausgebauten Kellergeschoß sind die Magazinbestände aufgestellt. Die Verwaltungsräume und der Lesesaal sind in einem rechteckigen Baublock am östlichen Ende zum Teltower Damm untergebracht und werden durch die Leihausgabe getrennt, so daß Benutzer- und Verwaltungswege sich nicht überschneiden. Im rechten Winkel dazu erschließt ein schmaler, nach außen verglaster Verbindungsgang die Seminarräume, die vom Gang aus fingerförmig nach Süden gezogen werden.

Der Planungsentwurf geht von der Funktionsbestimmung aus: Zielvorstellung war es, einen reibungslosen Ablauf des Bibliotheksbetriebs mit kurzen Wegen und getrennten Nutzungsbereichen zu ermöglichen. Diese Multifunktionalität wird durch die Gliederung des Gebäudes in mehrere Bauteile, die ein Laufgang miteinander verbindet, sichtbar. Durch die Flachbauweise sowie durch die Verglasung der Gangwände und des Lesesaalblocks wird der Bau zum Außenraum geöffnet und durchlässig gemacht. Indem die Pavillons mit den Seminarräumen quer zur Achse des Laufganges gestellt und nach Süden vorgezogen werden, ergibt sich ein rhythmischer Wechsel zwischen massiver geschlossener Mauer- und transparenter Glaswand; zwischen den Pavillons entstehen Atriumhöfe.