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Denkmale in Berlin

Denkmal für Rudolf Virchow

Obj.-Dok.-Nr.: 09060094
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Karlplatz & Luisenstraße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Denkmal & Platzanlage
Datierung: 1906-1910
Entwurf: Klimsch, Fritz (Bildhauer)
Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 595

Das 1906-10 von dem Bildhauer Fritz Klimsch gestaltete Rudolf-Virchow-Denkmal steht in der Mitte des Karlplatzes an der Zufahrtstraße zur Wirkungsstätte Virchows, der Charité. Klimsch, ein Gründungs- und Vorstandsmitglied der Berliner Sezession, schuf 1898 mit seiner "Tänzerin" ein einflussreiches Werk des Berliner Jugendstils. 1906 gewann er den Wettbewerb zum Virchow-Denkmal, eine allegorische Darstellung vom Kampf des Menschen gegen die Krankheit. (1) In dieser Arbeit, die ihn in die erste Reihe der Denkmalplastiker seiner Zeit stellte, weicht der Jugendstil seiner frühen Arbeiten einem strengen Neoklassizismus. Vier kräftige dorische Muschelkalksäulen tragen die bewegte Szene des mutig-entschlossenen Kampfes einer männlichen Aktfigur gegen ein scheinbar unbezwingbares Fabelwesen in Gestalt einer Sphinx. Die Säulen rahmen zwei Relieftafeln, auf denen Virchow im Porträt und im Kreis seiner Schüler dargestellt ist.


(1) Vgl. Bau- und Kunstdenkmale der DDR I, S. 318.