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Denkmale in Berlin

U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße

Obj.-Dok.-Nr.: 09035374
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Köpenicker Straße
Hausnummer: 79
Strasse: Brückenstraße & Heinrich-Heine-Straße
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bahnhof (U)
Datierung: 1926-1928
Entwurf: Grenander, Alfred Frederik Elias (Architekt)
Bauherr: Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH (Straßenbahngesellschaft)
Literatur:
  • BusB X B 1 1979 / Seite S. 66ff., 138
  • Eröffnungsschrift - GN-Bahn II, 1930 / Seite S. 17, 19
  • Der Berliner Verkehr im Jahre 1927, Geschäftsbericht der Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH (...), Teil U-Bahn / Seite S. 10-13
  • Bautechnik (1928) / Seite S. 261f.
  • Keramische Rundschau und Kunstkeramik (1928) / Seite S. 332/333
  • Verkehrstechnische Woche (1914/15) / Seite S. 707f.
  • Verkehrstechnik (1928) / Seite S. 283
  • Verkehrstechnik (1931) / Seite S. 54
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 411

Der bis 1960 als Neanderstraße bezeichnete U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße, Köpenicker Straße 79 der GN-Linie (heute U8), entstand 1926-28 nach Entwürfen von Alfred Grenander und Alfred Fehse als Normalbahnhof in eineinhalbfacher Tiefenlage. (1) Mit 110 Meter langem Mittelbahnsteig und der für diese Linie typischen sachlichen Gestaltung wurde die Bahnsteighalle ursprünglich wegen der beengten Verhältnisse über drei in Wohnhäusern integrierte Zugänge erschlossen. (2) Davon ist jedoch nur noch der mit graugrünen Werksteinplatten eingefasste und durch einen im Sturz eingelassenen blauen Leuchtkasten gekennzeichnete Zugang Köpenicker Straße 76, Ecke Brückenstraße erhalten. Die beiden übrigen Zugänge sind nach Abriss der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Häuser über die jeweiligen Gehsteige erreichbar. Als Stationsfarbe wählte Grenander für die Wandkeramik der Bahnsteighalle und deren ebenfalls mit Keramikplatten verkleideteten stählernen Mittelstützen einen hell-auberginen Farbton. (3) Die mit dem Mauerbau zwischen 1961 und 1990 geschlossene Station beeindruckt durch die Fülle der überlieferten Ausstattungsdetails, zu denen neben den drei Bahnsteighäuschen auch die Richtungsanzeiger, Stationsschilder, hölzernen Reklametafeln und die schmiedeeisernen Absperrgitter der Ausgänge gehören.


(1) GN ist die Abkürzung für Gesundbrunnen-NeuKölln, die Bezirke in denen die Endbahnhöfe der U-Bahn liegen. Als Normaltyp wurden die einfachen Durchgangsbahnhöfe ohne Umsteigemöglichkeit bezeichnet. Während für die unterhalb des Straßenpflasters angelegten U-Bahnhöfe die einfache Tiefenlage genügte, mußte z.B. bei der Unterquerung von Gebäuden eine Tiefenlage unterhalb der Kellerzone erfolgen. Diese wurde als eineinhalbfache Tiefenlage bezeichnet.

(2) Zu den Gestaltungsmermalen der Bahnhöfe der GN-Linie (Gesundbrunnen-NeuKölln, heute U8) vgl. U-Bahnhof Alexanderplatz.

(3) Vgl. BusB, Teil X, Bd. B (1), S. 66-70, 138.