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Ensemble Köpenicker Straße

Obj.-Dok.-Nr.: 09030692
Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
Ortsteil: Kreuzberg
Strasse: Köpenicker Straße
Hausnummer: 7A & 8 & 8A & 8B & 9 & 9A & 9B & 10 & 10A & 183A & 184
Denkmalart: Ensemble
Sachbegriff: Mietshaus & Fabrik & Gewerbehof

Im mittleren Abschnitt der Köpenicker Straße blieb ein großer Bestand historischer Mietshäuser und Gewerbebauten erhalten. Die Gebäude Köpenicker Straße 7A-10A, 183A-184 erstrecken sich beiderseits des Straßenzugs und zeichnen mit ihrer typischen Verbindung von Wohnen und Gewerbe die bauliche Entwicklung dieses Viertels nach.

Abgesehen von wenigen Ausnahmen wie dem Landhaus des Bankiers Daniel Itzig standen am östlichen Ende der Köpenicker Straße bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts kaum Wohngebäude. Das Bild begann sich zu wandeln, als hier in den 1860er und verstärkt in den 1870er Jahren mit zunehmender Verdichtung der Innenstadtquartiere die ersten Mietshäuser großstädtischen Gepräges aufgeführt wurden. Diesen Urbanisierungsprozess dokumentieren die Mietshäuser Köpenicker Straße 183A und 184. Einer etwas späteren Bebauungsschicht gehören hingegen die in Neorenaissanceformen gestalteten Mietshäuser Köpenicker Straße 9, 9B und 10 an, die der Maurer- und Zimmermeister Gustav A. Noelte Ende der 1880er Jahre errichtete und die sich durch eine repräsentative Fassadenwirkung auszeichnen.

Die Ansiedlung und Errichtung gewerblicher Betriebe zog sich bis in die 1920er Jahre hin. Die Anordnung der Gebäudeteile folgte dabei dem bewährten Muster. Während die Wohnhäuser die straßenseitige Bauflucht einnehmen, befinden sich die Fabrikgebäude auf dem rückwärtigen Grundstücksteil. Diesen spezifischen Entwicklungsgang und die sukzessive städtebauliche Verdichtung am östlichen Ende der Köpenicker Straße belegen eindrucksvoll der Spreehof Köpenicker Straße 8-8B (1877 und 1904), der Gewerbehof Köpenicker Straße 10A von 1910 sowie die 1928 erbaute Nähmaschinenfabrik Singer, Köpenicker Straße 9.

Literatur:
  • Topographie Friedrichshain-Kreuzberg/Kreuzberg, 2016 / Seite 251 f.