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285. und 295. Gemeindeschule & Brüder-Grimm-Grundschule

Obj.-Dok.-Nr.: 09030443
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Wedding
Strasse: Tegeler Straße
Hausnummer: 18 & 19
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Schule
Entwurf: 1908
Datierung: 1909-1910
Umbau: 1952 & 1955
Entwurf: Hoffmann, Ludwig Ernst Emil (Architekt)
Entwurf: Straßmann (Architekt)
Ausführung: Petzold, Hans
Ausführung: Wessel (Baugeschäft)
Bauherr: Stadtbauinspektion IIa

An der Tegeler Straße 18-20 errichtete Stadtbaurat Ludwig Hoffmann 1909-10 die 285. und 295. Gemeindeschule. (1) Der Klassentrakt, eine viergeschossige Dreiflügelanlage, ist so angeordnet, dass die Schmalseiten der äußeren Flügel bis zur Straße reichen. Die aufragenden Seitengebäude flankieren das dreigeschossige Lehrerwohnhaus, das mit niedrigen Verbindungsbauten den Schulhof begrenzt. Ludwig Hoffmann schuf damit eine originelle, streng symmetrische Straßenfront, die mit unterschiedlichen Gebäudehöhen sowie vor- und zurückgesetzten Bereichen lebendig wirkt. Barocke und klassizistische Elemente, die auf die Baukunst um 1800 verweisen, geben der Gemeindeschule eine würdige Ausstrahlung. Bestimmend sind die steilen Mansarddächer, die über schlichten, hell verputzten Fassaden aufragen. Das Lehrerwohnhaus, das als eigenständiges Gebäude erscheint, wurde mit Dreiecksgiebel und Uhrturm hervorgehoben. In den Verbindungstrakten führen Durchfahrten zum Schulhof. Bauschmuck hat man sehr sparsam eingesetzt. Nur die drei mittleren Achsen und die Verbindungsbauten erhielten Tür- und Fenstereinfassungen aus Sandstein. Im Mittelbereich sind einfache Verdachungen und schmückende Köpfe zu sehen. Die klassizistischen Brüstungsreliefs, verziert mit einer Girlande, wiederholen sich an den Straßenfassaden der äußeren Flügel. Die Bildhauerarbeiten stammen von Josef Rauch.


(1) Hoffmann, Ludwig: Neubauten der Stadt Berlin. Bd. 11. Berlin 1912, S. V, Tafeln 12-14; Stahl, Fritz: Ludwig Hoffmann. Berlin 1914, S. 79; Schwarz 1984, S. 130-131; BusB V C, S. 19, 362; Melk-Koch 1993, S. 232-235.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Wedding, 2004 / Seite 196