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Waisenstraße & Stadtmauer & Kirche

Obj.-Dok.-Nr.: 09011251
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Waisenstraße
Hausnummer: 2 & 14 & 15 & 16 & 27 & 28
Strasse: Klosterstraße
Hausnummer: 66 & 67 & 68 & 69 & 70
Strasse: Littenstraße & Parochialstraße
Denkmalart: Ensemble
Sachbegriff: Bauwerksensemble

Zwischen Kloster- und Waisenstraße können die Baudenkmale des Ensembles Waisenstraße 2, 14-16, 27-28 noch einen Eindruck von dem Ortsbild vermitteln, das sich seit dem Mittelalter, vor allem im 18. und 19. Jahrhundert hier entwickelt hat. Die Wohnhäuser an der Waisenstraße veranschaulichen die ehemals geschlossene Bebauung von "Weichhäusern", die sich Ende des 17. Jahrhunderts an die Innenseite der mittelalterlichen Stadtmauer angelehnt und sie als rückwärtige Wand integriert hatten. Von der ersten Stadtmauer Berlins sind nur hier noch Reste erhalten. Die barocke Parochialkirche, einst neben der Klosterkirche der dominante Bau des Viertels, bildet noch mit Friedhof und Gemeindehaus eine geschlossene Einheit. (1) Das Bild der repräsentativen barocken Wohnbebauung, von der nur noch wenige Beispiele erhalten sind, zeigt das Palais Podewils.


1) Im 18. Jahrhundert wurden die innerstädtischen Friedhöfe geschlossen und an den damaligen Stadtrand verlegt. Vgl. BusB X A (3).

Literatur:
  • Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983 / Seite 66f., 71
  • BusB I/II 1877 / Seite 35, 40, 81, 86, 121
  • BusB II/III 1896 / Seite 150f.
  • Müther, Bautradition, 1956 / Seite 91, 107
  • Dehio, Berlin, 1994 / Seite 61f. 83
  • Badstübner, Kirchen, 1987 / Seite 38ff., 104, 192f.
  • Kohte, Wohnhäuser, 1923 / Seite 184
  • Gut, Albert/ Das Berliner Wohnhaus in
    Zeitschrift für Bauwesen 67 (1917) / Seite 115f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 206