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Bunker Albrechtstraße 24 Reinhardtstraße 20

Obj.-Dok.-Nr.: 09011171
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Albrechtstraße
Hausnummer: 24
Strasse: Reinhardtstraße
Hausnummer: 20
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Bunker
Datierung: 1941-1942
Entwurf: Bonatz, Karl (Architekt)

Der abweisend und gedrungen wirkende Bunker Albrechtstraße 24-25, vermutlich 1943 fertig gestellt, ist von gewichtiger stadträumlicher Dominanz. Bedingt durch die Eckposition ist er auch in den Straßenräumen der Reinhardtstraße, Albrechtstraße und Schumannstraße weithin sichtbar. Aus diesem Grund und aus Gründen der Tarnung ist er möglicherweise aufwändiger gestaltet als die üblichen, im Büro des Generalbauinspektors Speer konzipierten, Bunkertypen. Der quaderförmige Block ist durch Risalitbildung, einem umlaufenden mächtigen Konsolgesims und breiten, eingeschossigen Eingangsvorbauten gegliedert. Durch das funktionsbedingte Verhältnis von wenigen kleinen und gerahmten Öffnungen und großen Wandflächen wirkt er sehr archaisch. Ein Eindruck, der auch von einer strengen Symmetrie unterstützt wird. Jeweils den Eingängen zugeordnet, ermöglichen vier Doppeltreppenanlagen den raschen Zutritt beziehungsweise eine unverzügliche Evakuierung. Diese festungsartige Architektur verspricht einen guten Schutz. Durch seine grobe klassizistische Gestaltung lässt der Bunker sich unmittelbar der nationalsozialistischen Architekturauffassung zuordnen. Als Dokument des vom nationalsozialistischem Regime ausgelösten Angriffskrieges besitzt er geschichtlichen Zeugniswert.

Literatur:
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 601
  • Donath, Matthias: Architektur in Berlin 1933-1945, Berlin 2004 / Seite 66-67, 72-73
  • Arnold, Dietmar; Janick, Reiner: Sirenen und gepackte Koffer - Bunkeralltag in Berlin , Berlin 2003