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Zahnärztliches Institut der Friedrich-Wilhelm-Universität

Obj.-Dok.-Nr.: 09011082
Bezirk: Mitte
Ortsteil: Mitte
Strasse: Invalidenstraße
Hausnummer: 86
Denkmalart: Baudenkmal
Sachbegriff: Krankenhaus
Entwurf: 1911
Fertigstellung: 1912
Entwurf: Guth, Max (Architekt)
Entwurf: Thür, Georg (Architekt)
Bauherr: Ministerium für geistliche, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten

An der Invalidenstraße bilden das um 1905 erbaute Mietshaus Nr. 90 und das Zahnärztliche Institut der Berliner Universität den nordöstlichen Abschluss der Gebäudegruppe der Charité. Für den Neubau des Zahnärztlichen Instituts 1911-12 erwarb die Berliner Universität das Grundstück Invalidenstraße 87-89. Architekt der vierflügeligen Anlage war Baurat Max Guth, der einen Vorentwurf von Oberbaurat Georg Thür nutzte. Der Fassadenaufbau mit rustiziertem Erdgeschoss, darüber die vertikale Gliederung der Obergeschosse durch Pfeiler und Brüstungsspiegel mit Ornamentschmuck entspricht hochkarätigen Geschäftshausbauten der Zeit. Der leicht gerundete Mittelrisalit, hinter dem sich die Hörsäle befinden, verleiht dem Baukörper die angestrebte monumentale Wirkung. Max Gut reagierte mit einer betont repräsentativen Fassadengestaltung auf die Lage direkt an der Invalidenstraße in unmittelbarer Nähe der naturwissenschaftlichen Institute von 1878 und der gegenüberliegenden Kaiser-Wilhelm-Akademie von 1910.

Literatur:
  • Zentralblatt der Bauverwaltung 33 (1913) / Seite 83f.
  • Topographie Mitte/Mitte, 2003 / Seite 611 f.