Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2017

Moderne neu denken.
Architektur und Städtebau des 20. Jahrhunderts zwischen Avantgarde und Tradition


Moderne neu denken (Wortmarke), Kongresshalle am Alexanderplatz (heute bcc Berlin Congress Center); Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt

Der Kalte Krieg hat ein Denken in unvereinbaren Gegensätzen hinterlassen, auch in der Architekturgeschichte. Dieser Dualismus fand seinen Höhepunkt in den 1950er-Jahren, als der Westen mit der "internationalen Moderne" und der Osten mit dem Bauen in "nationalen Traditionen" (Sozialistischer Realismus) identifiziert wurden.

Berlin verfügt über zwei gebaute Manifeste dieser politischen und ästhetischen Konfrontation: die 1951 bis 1958 als Stalinallee errichtete Karl-Marx-Allee und die Internationale Bauausstellung 1957 (Interbau).

Mit dem Antrag des Landes Berlin (2013), die Karl-Marx-Allee und die Interbau gemeinsam als das "Doppelte Berlin" für die deutsche Vorschlagsliste zum UNESCO-Welterbe anzumelden, wurde dieser Gegensatz aufgebrochen. Die Konferenz "Moderne neu denken" soll den Berliner Horizont durch historische Analysen im internationalen Vergleich erweitern.

Veranstalter:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen; Akademie der Künste; Landesdenkmalamt Berlin; ICOMOS Deutschland
Logos: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen; Akademie der Künste; Landesdenkmalamt Berlin; ICOMOS Deutschland

Konferenzsprachen Deutsch und Englisch
Die Tagung ist öffentlich; Eintritt frei, aber Anmeldung bis 7. September erforderlich bei der Akademie der Künste, Karin Lelonek, Tel. 030 20057-1537 oder E-Mail: lelonek@adk.de
 
Überblick über das Programm


Sonntag, 10. September 2017, Auftakt
Ort: Denkmalsalon im Berliner Rathaus mehr
Beginn: 18 Uhr


Montag, 11. September 2017, 1. Konferenztag
Ort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
Beginn: 9.30 Uhr

Begrüßung
  • Jeanine Meerapfel, Präsidentin der Akademie der Künste

Grußworte
  • Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
  • Gerry Woop, Staatssekretär Europa, Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Sektion 1 (10 – 12 Uhr):
Die Neue Stadt der Moderne in den 1940ern bis 1960ern Jahren

Sektion 2 (13.30 – 15.30 Uhr):
Die Modernisierung historischer Städte – Transformationen

Sektion 3 (16 – 18 Uhr):
Bau und Gegenbau im Städtebau des 20. Jahrhunderts

Filmabend (ab 19 Uhr)
  • Dokumentarfilm: "Last Exit Alexanderplatz" (Hans Christian Post, Kopenhagen, 2015)
  • Vorfilm: "Berlin | Berlin – das untrennbar geteilte Erbe" (TU Berlin 2013/14 im Rahmen des Masterprojekts "Berlin – Berlin")



Dienstag, 12.9.2017, 2. Konferenztag
Ort: bcc Berlin Congress Center, Alexanderstr. 1, 10178 Berlin
Beginn: 10 Uhr

Sektion 4 (10 – 13 Uhr):
  • Welterbestädte und urbane Welterbe-Kandidaten des 20. Jahrhunderts
    Begrüßung: Gerry Woop, Staatssekretär Europa, Senatsverwaltung für Kultur und Europa
    Einleitung: Jörg Haspel (Landesdenkmalamt Berlin / ICOMOS Deutschland)
 
 
Titelbild: Kongresshalle am Alexanderplatz (heute bcc Berlin Congress Center);
Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt
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