Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2015

Denkmal-Tipps


 
Regula Lüscher; Foto: Bezirksamt Mitte, Pressestelle
Regula Lüscher
Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin
Mein Denkmal-Tipp:
Zentrum der Elektropolis Berlin - Oberschöneweide
Berlin mit seiner sichtbaren Alltagskultur, die weit zurück geht auf den Beginn der industriellen Revolution, hat mich an der Stadt schon immer fasziniert. An vielen Orten kann man Spuren von Gebäuden und Industrieanlagen entdecken, die die Fantasie anregen und das Bild einer vergangenen Zeit vor dem inneren Auge entstehen lassen. Deshalb möchte ich Ihnen zum Tag des Offenen Denkmals das Industrieareal in Oberschöneweide besonders ans Herz legen.
Zwischen Spree und Wilhelminenhofstraße hat vor allem die AEG ihre Spuren hinterlassen. Verschaffen Sie sich einen Überblick bei den Rundgängen, die der Verband der Berliner Stadtführer Berlin Guide e.V. anbietet. Ganzjährig können Sie auch den Industriesalon Schöneweide zu Ausstellungen und Veranstaltungen besuchen.
 
Christian Gaebler; Foto: Holger Koppatsch
Christian Gaebler
Staatssekretär für Verkehr und Umwelt
Mein Denkmal-Tipp:
Berliner U-Bahn-Museum
Wussten Sie, dass Berlin die älteste U-Bahn auf dem europäischen Kontinent besitzt? Am 10. September 1896 begann mit dem Spatenstich für die Viaduktfundamente der Hochbahnstrecke in der Gitschiner Straße die Berliner U-Bahn-Geschichte. Der erste Teil der Berliner U-Bahn wurde am 18. Februar 1902 in Betrieb genommen. U-Bahnfahren ist also Tradition in Berlin und U-Bahnstrecken, Bahnhöfe, ihre technischen Anlagen und Einrichtungen bezeugen die bewegte Verkehrsgeschichte Berlins. Das ist beeindruckend und Grund, um stolz zu sein. Auch heute noch profitieren wir von den Berliner Verkehrspionieren.
Ich empfehle Ihnen am Samstag, 12. September, einen Besuch im alten Stellwerk des U-Bahnhofs Olympiastadion, das 1929 nach Entwürfen von Alfred Grenander errichtet wurde und seiner Zeit das größte Stellwerk Europas war. Hier sammelt die Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn e.V. technische Geräte, Artefakte und Raritäten dieser langen U-Bahngeschichte. Die Technik- und Verkehrsgeschichte Berlins ist hier besonders greifbar und ein Erlebnis für die ganze Familie.
 
Dr. Karin Wagner
Dr. Karin Wagner
Abteilungsleiterin Gartendenkmalpflege und Archäologie des Landesdenkmalamtes Berlin
Mein Denkmal-Tipp:
Begegnung mit Berlinern aus vergangenen Jahrhunderten
Auf der Grabungsfläche am Petriplatz erleben sie am Samstag das bunte Treiben des 8. Petriplatzfestes. Sie können erneut auf den Spuren des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Berlins wandeln, denn die Grabung, die von 2007 bis 2009 die Grundmauern der Cöllnischen Lateinschule, die Fundamente der mehrfach wiederaufgebauten Petrikirche und den umliegenden Kirchhof archäologisch untersuchte, wurde wiederaufgegriffen. Es wird über die neu angelegte Grabungsfläche geführt. Neben Klängen mittelalterlicher Musik führt ein Jugendtheaterprojekt Neuköllns seine Hauptprobe des Denk.mal-Dramas "Hip und Hop im Untergrund" auf, das das Namenspaar Cölln/Neukölln tänzerisch abbildet.
Friedhöfe sind vorrangig Begräbnisorte. Aufwendiger Grabschmuck und Grabmalkunst ehrt die Toten und ruft sie uns in Erinnerung. Zugleich werden dadurch die Friedhofskultur vergangener Jahrhunderte und deren Wandel verdeutlicht. Schließen sie sich den an beiden Tagen vorgesehenen Führungen zum Totengedenken vergangener Jahrhunderte an, die auf dem Alten Friedhof der St.-Nikolai- und St.-Marien-Gemeinde (angelegt 1802) an der Prenzlauer Allee Nr. 1 im Ortsteil Prenzlauer Berg des Berliner Bezirks Pankow angeboten werden und begegnen sie dabei traditioneller Handwerkskunst und serieller Industriefertigung von Grabschmuck. Lauschen sie am Sonntag der Wandellesung "Audrey und der Tod" (nach Oliver Kyr, NOEL-Verlag 2011) am gleichen Ort.
 
 

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