Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2014 - Sonderveranstaltungen

werkstatt denkmal


Fotos v.l.n.r.: Mirjam Koring, Florina Limberg, Anja Köhler, Rebecca Fässler

Jugendprojekte von Denk mal an Berlin e.V.

Zum Tag des offenen Denkmals 2014 zeigen acht Berliner Schulklassen „ihr Denkmal“ und gewähren Einblick in die Räume, in denen sie künftig leben wollen. Unter dem Motto „Farbe“ laden sie zu kreativen Führungen, Performances und Farbstationen zum Zuschauen und Mitmachen ein.

Unsere diesjährigen Projekte:

Seit 2004 bieten Berliner Regionalmuseen unter dem Dach von Denk mal an Berlin e.V. Projektwochen an Schulen an. Rund 200 Kinder und Jugendliche bekommen zwischen Juni und August die Gelegenheit, außerhalb ihrer Klassenzimmer exemplarisch die Geschichte ihres Bezirks zu erforschen. Darauf aufbauend setzen sie eigene künstlerische Ideen um und können vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten erproben.

In Projektwochen recherchieren die Schüler in Archiven, Bibliotheken, im Internet sowie vor Ort. Darüber hinaus können Zeitzeugen, Anwohner und Experten befragt und Werkstätten besucht werden. Begleitet werden sie dabei von ihren Lehrern und Pädagogen des Museums sowie Kulturvermittlern, Denkmalpflegern und Künstlern. Sie erarbeiten sich wissenschaftliche Methoden, lernen Informationen zu beschaffen und einzuordnen. Die Schüler diskutieren miteinander und beziehen unterschiedliche Standpunkte mit ein. Mithilfe kreativer Techniken finden sie Zugang zu den Objekten, interpretieren ihr Denkmal und dokumentieren die Ergebnisse. Sie lernen Handwerkstechniken wie historische Färbeverfahren und die Arbeit von Restauratoren kennen.

Das Augenmerk der Teilnehmer liegt dabei auch auf der Frage: Wie kann ich Besucher für das Denkmal und unsere Ideen begeistern? Sie entwickeln eigene Konzepte zur Kulturvermittlung und bereiten sich auf das Denkmalwochenende vor. Vor Ort präsentieren sie Farbstationen und Glasinstallationen, führen durch Siedlungen und Kirchen und erläutern Architektur und Farbkonzepte. Sie inszenieren Performances und kleine Theaterstücke, zeigen selbst gebaute Häusermodelle, Malereien und Plakatwände.

Durch den Blick der Kinder und Jugendlichen bekommen die Besucher die Gelegenheit, Berlins Baulandschaft neu zu erleben. Neben „klassischen“ Denkmalen wie der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Berliner Dom sind mit der Splanemann-Siedlung auch die erste deutsche Plattenbausiedlung sowie mit dem Haus des Lehrers das erste Hochhaus am Alexanderplatz vertreten. Ebenso untersuchten Schüler das Märkische Viertel, eine als Vorzeigeprojekt des modernen Städtebaus konzipierte Großwohnsiedlung, in welche vor 50 Jahren die ersten Bewohner einzogen. Diese bildet den Kontext für die unter Denkmalschutz stehende St.-Martin-Kirche, ein in den 1970ern erbautes Ensemble fensterloser Würfel aus Beton. Das abwechslungsreiche Programm richtet sich insbesondere auch an Familien und jüngere Zielgruppen.

Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder Schulen – sowohl altbekannte als auch neue – für das Projekt begeistern konnten. Bereits im Grundschulalter sind Schüler daran interessiert, spielerisch erste Forschungsarbeiten an Denkmalen in ihrer Umgebung durchzuführen. Die Schüler der Mittelstufe sind in der Regel schon selbstständiger und versierter im Umgang mit historischen Inhalten und Techniken, hier bieten sich daher komplexere Aufgabenstellungen an. Auf der Oberstufe wählen Schüler Themen in Übereinstimmung mit ihren Spezialisierungen.

Die Gesamtkoordination des Jugendprojekts führt unser Verein Denk mal an Berlin e.V. durch. Wir möchten auf diesem Weg das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Denkmalschutz wecken. Die Teilnehmer sollen nach dem Projekt Denkmale mit offeneren Augen wahrnehmen, sie kritisch betrachten, zeitgenössisch einordnen können und durch gesellschaftliches Engagement helfen, sie zu bewahren.

Hans Wall



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Denk mal an Berlin e.V.
Kantstr. 106, 10627 Berlin
Kontakt Jugendprojekt:
Tel.: 45 08 77-17, Jennifer Fielding
E-Mail: werkstatt@denk-mal-an-berlin.de


Fotos v.l.n.r.: Mirjam Koring, Florina Limberg, Anja Köhler, Rebecca Fässler
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