Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2013 / Sonderveranstaltungen

werkstatt denkmal


Foto links: Schülerprojekt auf dem Garnisonfriedhof, Dr. Rainer Pomp, mitte: Schinkel-Denkmal, Foto: Wolfgang Bittner, rechts: Zuschauer bei einem Schülerprojekt 2012, Foto: Dagmar Lutz

Jugendprojekte von Denk mal an Berlin e.V.

Unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ haben Schüler aus sieben Berliner Schulen Denkmale ihres Kiezes unter die Lupe genommen. Sie haben geschaut, geforscht und selbst gebaut. Ihre Ergebnisse präsentieren sie am Tag des offenen Denkmals.



Seit 2004 bieten die Berliner Regionalmuseen zum Tag des offenen Denkmals an einer Schule ihres Bezirkes eine Projektwoche an. Von Juni bis August können sich jährlich rund 200 Kinder und Jugendliche intensiv mit der Geschichte ihres Kiezes befassen und selbst künstlerische Ideen zu einem ausgewählten Objekt umsetzen. Bei der Projektdurchführung ist das „Raus aus der Schule“ Pflicht! Fühlen, messen, graben und denken sind erwünscht!

„Wir waren im Landesarchiv und haben uns durch meterdicke Akten gewühlt. Da das Wichtigste rauszufiltern war ganz schön viel Arbeit.“ Emre (15)

Archiv-, Bibliotheks- und Internetrecherche bilden die inhaltliche Basis der Vermittlung. Zeitzeugeninterviews und Anwohnerbefragungen machen das Denkmal für die Kinder und Jugendlichen über die eigene Wahrnehmung hinaus erfahrbar. Begleitet werden sie dabei von ihren Lehrern, Museumspädagogen, Kulturvermittlern, Denkmalpflegern und Künstlern. Die Pädagogen haben während des Projektes vor allem die Vermittlung von Kompetenzen für die Zukunft im Auge: Die Teilnehmer lernen selbstständig Informationen zu beschaffen, Quellen einzuordnen und zu bewerten. Mithilfe kreativer Techniken sollen sie unter Anleitung ortsansässiger Künstler das Denkmal interpretieren; dabei schaffen sie selbst künstlerische Werke.

„Hier konnten wir uns künstlerisch frei entfalten und besaßen die gesamte Kontrolle über unser Werk. Es entstanden unglaublich schöne Figuren und jeder einzelne von uns war sehr stolz über sein Werk.“ Selcan (18)

Große Aufregung herrscht dann am zweiten Wochenende im September. Nun dürfen die Kinder und Jugendlichen ihre Arbeiten öffentlich präsentieren. Jährlich finden dialogische Führungen großen Anklang. Auch Theateraufführungen, kommentierte Vor-Ort-Ausstellungen und Diskussionsrunden erwarten die Besucher. Einmal wurde ein verlorenes Denkmal nachgebildet und so als Gedenkort wieder in der öffentlichen Wahrnehmung installiert.

„Wir wollten halt statt sturen Führungen was machen, was bei den Leuten auch hängen bleibt und sie bewegt.“ Lucas (15)

Für die Besucher ist die Vielfalt der Objekte anregend. Hier geht es nicht nur um Bauwerke, sondern auch um Gedenksteine, Skulpturen, technische Objekte, Naturdenkmale und städtebauliche Hintergründe.

„So ein typisches Denkmal stellt man sich ja immer aus Stein vor, das ist klar. Aber die erste Straßenbahn ist genauso gut ein Denkmal, weil sie an etwas erinnert und eine Geschichte aufwirft und sich viele auch heute damit beschäftigen, weil sie es wichtig finden. Man kann in vielen Dingen ein Denkmal sehen.“ Sarah (15)

Die Gesamtkoordination des Jugendprojektes übernimmt Denk mal an Berlin e.V. Hier werden die Fördermittel akquiriert, Teilnehmer motiviert und die Öffentlichkeit informiert. Der Verein möchte auf diesem Weg das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Denkmalschutz wecken. Die Teilnehmer sollen nach dem Projekt Denkmale kritisch wahrnehmen, sie zeitgenössisch einordnen und durch gesellschaftliches Engagement helfen sie zu bewahren.

„Also vorher, da war ein Denkmal einfach irgendein Gebäude für mich, jetzt denke ich eher darüber nach, was für Geschichten dahinterstecken.“ Dejan (13)

Wenn Ihnen unser Projekt gefällt und Sie uns unterstützen oder sich als Teilnehmer anmelden möchten, wenden Sie sich bitte an:


Denk mal an Berlin e.V. - Logo
Denk mal an Berlin e.V.:
Kantstraße 106, 10627 Berlin
Tel.: 45 08 77-17 und -18
(Geschäftsführerin Dr. Agnete von Specht)
E-Mail: mail@denk-mal-an-berlin.de

Kontakt Jugendprojekt:
Tel.: 0179-588 36 71 (Corinna Tell)
Tel.: 0176-21 11 78 94 (Konstanze Gergs)
E-Mail: werkstatt@denk-mal-an-berlin.de


Kooperationspartner:
Die werkstatt denkmal kann dank der Förderung des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen, der BVV Tempelhof-Schöneberg, der DEKRA Hochschule Berlin, der Friede Springer Stiftung, der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, der Kreuzberger Kinderstiftung, der Stiftung Berliner Sparkasse und der Stiftung Meridian realisiert werden.


Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen
  Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg von Berlin   DEKRA Hochschule Berlin

friede springer stiftung
 
Friedrich Stiftung
  Jugend- und Familienstiftung Berlin
Kreuzberger Kinderstiftung  

Stiftung Berliner Sparkasse
  Meridian Stiftung


Foto links: Schülerprojekt auf dem Garnisonfriedhof, Dr. Rainer Pomp; Foto mitte: Schinkel-Denkmal, Wolfgang Bittner;
Foto rechts: reger Andrang beim Schülerprojekt, Dagmar Lutz
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