Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2013 - Sonderveranstaltungen

Abschlussveranstaltung Tag des offenen Denkmals 2013 - Berliner Denkmalsalon


Ehem. Hotel der US Air Force; Fotos: Wolfgang Reuss

„Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“

Um den Tag des offenen Denkmals mit allen Berliner Aktiven und Interessenten gemeinsam ausklingen zu lassen, laden Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und das Landesdenkmalamt traditionell zum Denkmalsalon in das Berliner Rathaus ein. Passend zum Schwerpunktthema 2013 „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ spricht Professor Dr. Hans-Ernst Mittig (Universitätsprofessor em. für Kunstgeschichte an der Hochschule der Künste Berlin) über NS-Bauten: Größe, Dauer, Schuld. Die Veranstaltung in der Reihe Berliner Denkmalsalon steht unter der Schirmherrschaft von Staatssekretär Björn Böhning, Chef der Senatskanzlei.

Sonntag, 8. September 2013, 18–20 Uhr

Ort: Berliner Rathaus in Berlin-Mitte, Großer Saal 


Öffentliche Veranstaltung – keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin 

Kontakt: Christine Wolf, Tel.: 902 59-36 70, E-Mail: christine.wolf@senstadtum.berlin.de


Programm

Ensemble ZWoCKHAUS

Wenn der Jimmy und die Mimi (Leo Fall)
Oft zündet Liebe wie ein Blitz (Leo Fall)


Begrüßung

  • Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt


werkstatt denkmal 2013:
Zur Zukunft der Abhörstation auf dem Teufelsberg
  • Cindy Boeteng, Gabriela Paiva, Chulan Enkhtungalag, Sam Lache – Schüler der Klasse 10c der Schule am Schloss in Kooperation mit Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim und Denk mal an Berlin e.V.


Vortrag
NS-Bauten: Größe, Dauer, Schuld
  • Prof. em. Dr. Hans-Ernst Mittig


Ensemble ZWoCKHAUS

Wo sind deine Haare, August? (Richard Fall)
Was machst du mit dem Knie, lieber Hans (Richard Fall)


Schlusswort und Danksagung
  • Landeskonservator Prof. Dr. Jörg Haspel


Empfang


Ausstellung zum Jugendprojekt 2013 – werkstatt denkmal

Der Arbeitskreis Berliner Regionalmuseen und Denk mal an Berlin e.V. präsentieren Ergebnisse des Jugendprojektes werkstatt denkmal zum Tag des offenen Denkmals. Rund um das diesjährige Schwerpunkthema „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ haben sich ca. 200 Jugendliche in ihrem Kiez auf Spurensuche gemacht. Gemeinsam mit Museumspädagogen, Fachleuten und Künstlern sprachen sie mit Zeitzeugen, besuchten die Denkmale, erkundeten deren Geschichte und die Geschichten, die sich um sie ranken. Die Ausstellung im Rathaus zeigt die ganze Vielfalt der entstandenen Projekte.
 

Die Musik

Ensemble ZWoCKHAUS
  • Arrangements und Moderation: Winfried Radeke
  • Andreas Jocksch, Gesang
  • Nikolai Orloff, Klavier
  • Susanne Stock, Akkordeon
  • Volker Suhre, Kontrabass
  • Maria Thomaschke, Gesang

„Zwock“ ist die deutsche Schreibweise des tschechischen Slangausdrucks „cvok“ (Verrückter). In Theresienstadt nannte man allgemein jeden Geisteskranken einen Zwock und die psychiatrische Abteilung in E VII (Kavalierkaserne) wurde umgangssprachlich ZWoCKHAUS genannt.

Die Komponisten
Die Falls waren eine österreichische Musiker- bzw. Komponistenfamilie jüdischer Abstammung, die in mannigfacher Weise die Berliner Musikszene bereicherte. Die Brüder Leo, Richard und Siegfried Fall erhielten ihre musikalische Ausbildung u.a. in Berlin bei Heinrich von Herzogenberg und Max Bruch.

Der älteste der Brüder, Leo Fall (1873–1925), erlangte vor allem durch seine Operetten Bekanntheit. Er wirkte außerdem am Berliner Metropoltheater als Sologeiger und war Hauskomponist des Berliner Kabaretts „Böse Buben“ im Berliner Künstlerhaus.
Mit dem Verbot von Operettenaufführungen im Nationalsozialismus erlosch jedoch die Erinnerung an sein musikalisches Werk.

Richard Fall (1882–1945) wirkte als Operettenkapellmeister in Wien und Berlin und war vor allem für seine Schlagerkompositionen berühmt. Sein kongenialer Texter Fritz Löhner-Beda wurde wie Richard Fall und dessen Bruder Siegfried (1877–1943) in Auschwitz ermordet. Viele seiner sogenannten Nonsens-Schlager sind heute vielen wenigstens dem Namen nach noch bekannt.


Foto: Ehem. Hotel der US Air Force (Flughafen Tempelhof), Wolfgang Reuss
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