Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2013

Zerstörte Vielfalt - eine historische Entdeckungsreise


links: Porträtausstellung des Themenjahres am Lustgarten, Foto: Kulturprojekte Berlin / Christian Kielmann; rechts: Logo Zerstörte Vielfalt

Jeder Ort erzählt eine Geschichte: von Ereignissen, Wandlungen, Prägungen – vor allem aber von Menschen. Menschen prägen Orte. Berlin war für seine Vielfalt berühmt. Diese Vielfalt zerstörten die Nationalsozialisten nach ihrem Machtantritt. Auf Gesetze und Verordnungen gestützt und mit einem wachsenden Heer von Opportunisten und Überzeugten im Rücken konnte alles zerstört werden, was nicht ihren rassistischen, antisemitischen oder politisch-ideologischen Vorstellungen entsprach.

Das Berliner Themenjahr 2013 Zerstörte Vielfalt – Berlin 1933–1938–1945 lädt dazu ein, historische Orte neu zu entdecken. Es sind dies Orte des blühenden kulturellen, geistigen und urbanen Lebens der 1920er- und frühen 1930er-Jahre – und Orte der Zerstörung dieser Vielfalt. Mehr als 140 Projektpartner engagieren sich gemeinsam für das Themenjahr.

Über 200 Biografien verknüpfen die Projekte, Veranstaltungen sowie die verschiedenen Angebote miteinander und ermöglichen so, dem Leben, Schaffen und Schicksal einzelner Persönlichkeiten in dieser Zeit nah und verständlich folgen zu können. Darunter sind bekannte Namen wie Albert Einstein, Lise Meitner, Marlene Dietrich oder Bertolt Brecht, die meisten aber sind uns heute unbekannt – Musiker, Fotografen, Kabarettisten, Dichter, Varietékünstler und Zirkusartisten. Die Möglichkeit, sie kennenzulernen, bietet sich auf rund 40 Säulen in der Open-Air-Porträtausstellung am Lustgarten.

An elf Orten sind bis November diese „Stadtmarkierungen“ zu sehen, die Schlaglichter auf die NS-Geschichte Berlins werfen. Vom konkreten historischen Ort ausgehend konfrontieren sie das heutige Berlin, das seine kulturelle Vielfältigkeit längst wiedergefunden hat, mit seiner Geschichte.


Kulturprojekte Berlin GmbHDorett Auerswald, Wolf Kühnelt, Bjoern Weigel


Foto: Kulturprojekte Berlin / Christian Kielmann