Straßenbahnbetriebshof Niederschönhausen

Tag des offenen Denkmals

Über 300 Bau- und Gartendenkmale, auch archäologische Grabungen und geschichtsträchtige Orte können am Tag des offenen Denkmals in Berlin besichtigt werden. Die Veranstaltung findet am Wochenende 10. und 11. September 2011 statt. Die meisten Angebote sind kostenfrei, viele auch ohne Anmeldung zugänglich.

25. Berliner Denkmaltag

Romantik, Realismus, Revolution – das Grüne Erbe in Berlin

Freitag, 9. September 2011

Ort: Altes Stadthaus in Berlin-Mitte, Klosterstr. 47, Eingang über Jüdenstraße / Molkenmarkt (U-Bhf. Klosterstraße)

Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin;
Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.
Kontakt: 902 59-36 70 (Dr. Christine Wolf), christine.wolf@senstadt.berlin.de

Öffentliche Veranstaltung – keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

Der Nestor der amtlichen Gartendenkmalpflege in Berlin, der Leitende Gartenbaudirektor Dr. Klaus von Krosigk, geht im September 2011 altersbedingt in Pension und beendet damit seine langjährige Tätigkeit als Leiter der Berliner Gartendenkmalpflege. Das Landesdenkmalamt Berlin und die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur möchten seine Verdienste mit einer ganz dem „Grünen Erbe von Berlin“ gewidmeten Vortragsveranstaltung und mit der Überreichung einer Festschrift würdigen.

Programm

9.30 Uhr
10.15 – 11.15 Uhr
Moderation: Prof. Dr. Kaspar Klaffke (Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V.)
Kaffeepause
11.40 – 13 Uhr
Moderation: Prof. Dr. Jörg Haspel (Landeskonservator Berlin)
Mittagspause
14.30 – 15.30 Uhr
Moderation: Dr. Karin Wagner (Landesdenkmalamt Berlin)
Kaffeepause
16 Uhr
Festakt zur Verabschiedung von Dr. Klaus von Krosigk, stellvertretender Landeskonservator von Berlin, Begründer und langjähriger Leiter des Fachbereichs Gartendenkmalpflege im Landesdenkmalamt Berlin

Berliner Denkmalsalon

Berliner Abschlussveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals 2011

Sonntag, 11. September 2011
18 – 20 Uhr


Ort: Berliner Rathaus, Louise-Schroeder-Saal (3. OG)

Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin
Kontakt: 902 59-36 70 (Dr. Christine Wolf), christine.wolf@senstadt.berlin.de

Öffentliche Veranstaltung – keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei

Anlässlich der Städtepartnerschaft Warschau–Berlin, die sich zum 20. Mal jährt, beginnen das Landesdenkmalamt Berlin und das Warschauer Denkmalamt einen mehrjährigen Denkmaldialog. Er dient dem Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet von Denkmalschutz und Denkmalrestaurierung. Neben Themen wie Stadtarchäologie oder Innenstadtentwicklung stehen auch aktuelle Fragen im Zentrum, etwa Aufgaben der Industrie- und Technikdenkmalpflege oder die europaweit anstehenden Probleme der energetischen Denkmalsanierung. Nicht zuletzt ist der Schutz des Nachkriegserbes auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch immer ein Thema von höchster Brisanz.

Begrüßung
Regula Lüscher,
Senatsbaudirektorin

Grußwort
Jolanta Miśkowiec,
Polnisches Institut Berlin, Stellvertretende Direktorin

Festvortrag
Ewa Nekanda-Trepka,
Stadtkonservatorin, Warschau
Romantik, Realismus, Revolution – das architektonische Erbe des Sozialistischen Realismus in Warschau

Danksagung
Prof. Dr. Jörg Haspel,
Landeskonservator Berlin

Empfang

Der Verein Denk mal an Berlin präsentiert im Foyer Ergebnisse des diesjährigen Jugendprojektes „werkstatt denkmal“ zum Tag des offenen Denkmals.

Friedhof der Märzgefallenen

Landsberger Allee / Ernst-Zinna-Weg
Tram M5, M6, M8

Veranstalter:Paul Singer e.V. in Kooperation mit Kuratorium des Projekts Friedhof der Märzgefallenen und Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg; mit Unterstützung von Denk mal an Berlin e.V. und der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin
Programmkoordination / Kontakt: 030 34 34 53 (AG Friedhofsmuseum: Martin Ernerth, Thomas Jung), E-mail:info@friedhofsmuseum.de
www.friedhof-der-maerzgefallenen.de

Die historische Bedeutung des Friedhofs der Märzgefallenen für die deutsche Demokratiegeschichte ist genauso groß wie die der Bundesfestung Rastatt und der Frankfurter Paulskirche – trotzdem kennen ihn nur wenige. Der Paul Singer Verein engagiert sich für eine angemessene Würdigung des Friedhofs der Märzgefallenen und seine Entwicklung zu einer nationalen und europäischen Gedenkstätte. Zusammen mit dem Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg und der Stiftung Historische Kirchhöfe und Friedhöfe in Berlin-Brandenburg will der Verein den Friedhof – gefördert durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin – in den nächsten Jahren zu einem Ort demokratischen Lernens entwickeln.

Seit Ende Mai 2011 erzählt die neue Ausstellung „Am Grundstein der Demokratie – die Märzrevolution 1848 und der Friedhof der Märzgefallenen“ in einem Container auf dem Friedhof die wechselvolle Geschichte des Ortes und informiert über die Berliner Märzrevolution. Zum Tag des offenen Denkmals sind alle Besucher herzlich eingeladen sich auf einer „Revolutionsroute“ von Schülern eine Lektion in demokratischem Lernen erteilen zu lassen.

Führung: Ausstellung und Friedhof. 10.30, 12.30, 14.30, 16.30 Uhr
Filmvorführung im Ausstellungscontainer: DEFA-Film „1948“ mit Grußwort und Einführung durch Dr. Susanne Kitschun, Projektleiterin Paul Singer e.V., und kleinem Umtrunk im Anschluss. 17.30 Uhr
Andere Angebote: Kaffee und Kuchen

Sonntag, 11. September 2011

Revolutionsroute „Linie 1848 – mit dem Bus zur Barrikade“
1,5-stündige Busrundfahrt zu Revolutionsstandorten in Berlin, an denen von Schülern, Kuratoriumsmitgliedern und Mitgliedern des Paul Singer Vereins über die historische Bedeutung des jeweiligen Ortes informiert wird. Sieben der elf Unterwegsstationen sind zugleich Haltestellen, an denen Interessierte aus- und einsteigen können. Die anderen vier sind von den Haltestellen aus in kurzer Zeit zu Fuß zu erreichen.

Stationen
  1. Friedhof der Märzgefallenen (Abfahrt)
  2. Hauptbahnhof (Geschichtspark Ehem. Zellengefängnis Moabit – Befreiung der Polen)
  3. In den Zelten
  4. Platz des 18. März (mit Volker Schröder, Aktion 18. März)
  5. Gendarmenmarkt
    • Barrikadenstandort Jägerstraße / Friedrichstraße
    • Barrikadenstandort Friedrichstraße / Kronenstraße
  6. Ehem. Singakademie
    • Ehem. Singakademie
    • Zeughaus
  7. Einsame Pappel in der Topsstraße
Abfahrtszeiten:
10.30 Uhr mit Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator Berlin und Mitglied des Kuratoriums zur Entwicklung einer nationalen Gedenkstätte Friedhof der Märzgefallenen;
12, 13.30, 15 Uhr sowie 16.30 Uhr (diese letzte Fahrt ist verkürzt) jeweils unter Begleitung von Kuratoriumsmitgliedern bzw. Mitgliedern des Paul Singer e.V.
Treffpunkt: Friedhof der Märzgefallenen

Symbolischer Demonstrationszug:
Die beteiligten Schüler finden sich mit ihren Transparenten zu einem Demonstrationszug zum Friedhof der Märzgefallenen zusammen. Beginn: ab 17 Uhr

Abschlussveranstaltung auf dem Friedhof der Märzgefallenen
mit Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, und Kuratoriumsmitgliedern. 18 Uhr

Stadtlandschafts-Safari 2011

eine Reise zu den Avantgarde-Denkmalen der Westberliner Nachkriegsmoderne

Veranstalter: Schaustelle Nachkriegsmoderne
Träger: Akademie der Künste, Bürgerverein Hansaviertel e.V., Förderverein des Corbusierhauses e.V., Studentendorf Berlin-Schlachtensee e.G., Bernd Krüger
www.schaustelle-nachkriegsmoderne.de

Auch in diesem Jahr lädt die Schaustelle Nachkriegsmoderne zum Stadtlandschafts-Safari-Klassiker. Die Architekturideen der Nachkriegszeit waren wahrhaft revolutionär und nicht selten verfolgten Baumeister und Städteplaner romantische Gestaltungsideen für die im Krieg zerstörte Stadt. Den vielen Ideen jener Jahre folgte jedoch oft ein pragmatischer Realismus.

Sonntag, 11. September 2011

8-stündige Safari per Bus:
Beginn: 9.30 Uhr
Treffpunkt: U-Bhf. Hansaplatz, Ausgang Geschäftszentrum (Parkplatz), max. 50 Pers., Kostenbeitrag für Bus und Lunchpaket 30 / 20 (Studierende) EUR

Anmeldung unbedingt erforderlich bis 9. September 2001
bei Christine Vetter per Tel. 93 95 04-0 oder per E-Mail christine.vetter@studentendorf-berlin.com

1. und 2. Station: Hansaviertel und Akademie der Künste – revolutionäre Romantik

Angrenzend an den Tiergarten entstand anlässlich der Internationalen Bauausstellung 1957 das Hansaviertel als durchgrünte Siedlung. 48 namhafte Architekten und Gartenarchitekten aus 14 Ländern entwarfen locker gruppierte Einzelbauten und Gartenanlagen. Die Gesamtleitung hatte Otto Bartning. Es entstanden alle Typen des modernen Wohnhauses: vom Einfamilienbungalow bis zum 17-geschossigen Punkthochhaus, kommunale und kirchliche Bauten sowie gastronomische Treffpunkte.

Die heute umfassend sanierte Akademie der Künste wurde 1960 von Werner Düttmann entworfen, die Gartenanlagen plante der Landschaftsarchitekt Walter Rossow. Der Innenraum wirkt durch wechselnde Raumformen, Farben und Materialien wie handgestrichene Ziegel, Waschbeton, Schiefer und Holz abwechslungsreich und durch Ausblicke in die Gartenhöfe und die Parklandschaft des Tiergartens offen und frei.

3. und 4. Station: Kleiner Tiergarten und Rathaus Wedding ¬– romantischer Realismus
Der Kleine Tiergarten entstand unter dem Einfluss der modernen, internationalen Gartenarchitektur 1959–60 und nach Entwurf von Willy Alverdes. Unter seiner Leitung waren seit 1952 der Große Tiergarten, verschiedene Uferparkanlagen sowie der Garten der Kongresshalle entstanden. Alverdes wandelte den von Stadtgartendirektor Gustav Meyer 1876 angelegten und kriegszerstörten Kleinen Tiergarten unter Einbeziehung alter Bäume in einen noch heute vielfältig gegliederten Park um. Der heute teilweise stark überwachsene Landschaftsgarten soll in den nächsten Jahren denkmalgerecht erneuert und teilweise neu gestaltet werden.

Der Gesamtentwurf des Vorplatzes des Weddinger Rathauses und der umgebenden Grünanlage geht zurück auf den Wettbewerb für einen Verwaltungsneubau im Jahr 1955. Das Werk des Berliner Architekten Fritz Bornemann entstand 1964–65, die Außenanlagen schuf Johannes Plonsker. Die Verbindung aus strengen, kubischen Gebäudekörpern und einem rasterförmigen, durch Hochbeete gegliederten Rathausvorplatz mit malerischem Baumbestand und einer modellierten Hügellandschaft an der Rückseite lässt den Ansatz der 1950er-Jahre erkennen.

5. Station: Waldfriedhof Zehlendorf – realistische Romantik
„Dieser Entwurf stellt eine wirklich geistige und architektonische Erfüllung der Aufgabe dar – ja, man kann sagen, dass hier diese Aufgabe in einer neuen und völlig überzeugenden Form zum Ausdruck gebracht wurde.“ Zu dieser euphorischen Auffassung gelangte das Preisgericht, als es den Entwurf von Sergius Ruegenberg und Wolf von Möllendorff zu bewerten hatte. Die beiden durch einen eingeschossigen Verwaltungstrakt verbundenen Feierhallen liegen am Ende einer großzügig aufgeweiteten Wiesenallee. Die auf eine konsequent quadratische Form zurückgehenden Baukörper und Terrassenflächen fallen durch ihre streng geometrische Form ins Auge.

6. Station: Waldfriedhof Zehlendorf – realistische Romantik

Das Studentendorf wurde 1959–64 von den Architekten Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfankuch in offener Bauweise als frei komponierte Häusergruppe im Sinne der Stadtlandschaft errichtet. Die Freiraumgestaltung übernahm Hermann Mattern. Die öffentlichen Bauten gruppieren sich um den vertieft gelegenen Dorfplatz, während die Wohngebäude terrassenförmig angeordnet sind. 2006 wurde das Ensemble in den Rang eines Nationalen Kulturdenkmals erhoben.

7. Station: Corbusier-Haus – revolutionärer Realismus
Die Beteiligung Le Corbusiers an der Internationalen Bauausstellung Berlin 1957 war wegen seiner Beiträge zum Wohnungsbau nahezu obligatorisch. Seine Vorstellungen von Städtebau, Architektur und Freiraumgestaltung waren im dicht bebauten Hansaviertel jedoch nicht umsetzbar, deshalb konnte er auf dem Olympischen Hügel seine „Unité d‘habitation, Typ Berlin“ errichten. Auf dem Grundstück wurde ein naturnaher Landschaftsraum geschaffen. Abgeschirmt durch einen Waldgürtel erhebt sich auf zweigeschossigen schlanken Pfeilern das Hochhaus aus einem wellenförmig modellierten, rasenbepflanzten Plateau.

8. Station: Zentrum am Zoo mit Bikini-Haus – realistische Revolution
Das Bikini-Haus am Nordrand des Breitscheidplatzes – als Ersatz für das verloren gegangene Zentrum der Bekleidungsindustrie am Hausvogteiplatz / Spittelmarkt geplant – entstand 1955–57 entlang der Budapester Straße nach Entwürfen von Paul Schwebes und Hans Schoszberger als Teil des Zentrums am Zoo. Das Ensemble bilden das Hochhaus am Hardenbergplatz, der Zoo-Palast und das Bikini-Haus sowie das kleine Hochhaus mit dem Parkhaus am Zoo. Der sechsgeschossige Flachbau mit einer ebenerdigen Ladenzone mit Kolonnaden war ursprünglich in der dritten Etage durch ein eingeschobenes Luftgeschoss zweigeteilt. Derzeit wird das Bikini-Haus saniert, wobei einige Gebäudeteile abgerissen werden mussten.

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Landesdenkmalamt Berlin
Klosterstr. 47
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Tag des offenen Denkmals allgemein:

Landesdenkmalamt Berlin
Frau Dr. Wolf
Tel. 030 90 259 3670
christine.wolf@senstadt.berlin.de

Die Veranstalter gestalten ihr Programm in eigener Verantwortung. Telefonnummern und E-Mail-Adressen werden bei den einzelnen Angeboten veröffentlicht.