Tag des offenen Denkmals 2011 / Sonderveranstaltungen
Berliner Denkmalsalon
Kulturpalast Warschau und
Kuppelturm Frankfurter Tor Berlin;
Montage: Anke Graumann
DENKMALDIALOG BERLIN – WARSCHAU 2011
Anlässlich der Städtepartnerschaft Warschau–Berlin, die sich zum 20. Mal jährt, beginnen das Landesdenkmalamt Berlin und das Warschauer Denkmalamt einen mehrjährigen Denkmaldialog. Er dient dem Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet von Denkmalschutz und Denkmalrestaurierung. Neben Themen wie Stadtarchäologie oder Innenstadtentwicklung stehen auch aktuelle Fragen im Zentrum, etwa Aufgaben der Industrie- und Technikdenkmalpflege oder die europaweit anstehenden Probleme der energetischen Denkmalsanierung. Nicht zuletzt ist der Schutz des Nachkriegserbes auch zwanzig Jahre nach dem Mauerfall noch immer ein Thema von höchster Brisanz.
Publikation 2012
Berliner Denkmalsalon
Berliner Abschlussveranstaltung für den Tag des offenen Denkmals 2011
Sonntag, 11. September 2011, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Berliner Rathaus in Berlin-Mitte, Louise-Schroeder-Saal (3.
OG)
Öffentliche Veranstaltung – keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei
Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin
Kontakt: Dr. Christine Wolf, Tel.: 030 90259-3670, E-Mail
christine.wolf@senstadtum.berlin.de
Begrüßung
- Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin
Grußwort
- Jolanta Miśkowiec, Polnisches Institut Berlin, stellvertretende Direktorin
Festvortrag
- Ewa Nekanda-Trepka, Stadtkonservatorin, Warschau
Romantik, Realismus, Revolution – das architektonische Erbe des Sozialistischen Realismus in Warschau
Danksagung
- Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator Berlin
Empfang
Der Verein Denk mal an Berlin präsentiert im Foyer Ergebnisse des diesjährigen
Jugendprojektes "werkstatt denkmal" zum Tag des offenen Denkmals.
Kolloquium
Sozialistischer Realismus und Nationale Tradition.
Erfassung, Bewertung und Unterschutzstellung von Schlüsselzeugnissen in Warschau und Berlin
Montag, 12. September 2011
Ort: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin, Kinosaal im Untergeschoss
Veranstalter: Landesdenkmalamt Berlin, Denkmalamt Warschau in Zusammenarbeit mit ICOMOS Deutschland und ICOMOS Polen
Öffentliche Veranstaltung – keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei
9.00 Uhr:
Begrüßung
- Jörg Haspel (Landeskonservator Berlin)
- Ewa Nekanda-Trepka (Stadtkonservatorin Warschau)
- Michael Petzet (ICOMOS Deutschland)
- Bogusław Szmygin (ICOMOS Polen)
9.30 – 11.30 Uhr:
Sektion I
Moderation:
Michael Petzet und
Bogusław Szmygin
- Dimitrij Chmelnizki
Von Moskau lernen, heißt siegen lernen? Sowjetarchitektur in Mittel- und Osteuropa
- Michał Smoktunowicz
De architettura libri quatro. Zur Herkunft der Architektur des SozRealismus
- Antoni Oleksicki
Architektur des Sozialistischen Realismus in Warschau – Planung und Ausführung
- Jörg Haspel
Schaufenster des Ostens – Schaufenster des Westens: Berlins Nachkriegserbe
Diskussion
13.30 – 15.00 Uhr:
Sektion II
Moderation:
Ewa Nekanda-Trepka und
Klaus von Krosigk
- Krzysztof Charewicz
Wohnarchitektur des Sozialistischen Realismus in Warschau
- Christina Czymay
Bauwerke in der Hauptstadt der DDR. Herrmann Henselmann und andere
- Dominika Szewczykiewicz
Innenarchitektur des Sozialistischen Realismus
Diskussion
15.30 – 17.00 Uhr:
Sektion III
Moderation:
Jörg Haspel und
Antoni Oleksicki
- Klaus von Krosigk
Russische Friedhöfe und Sowjetische Ehrenmale als Gartendenkmale – ein gemeinsames grünes Erbe?
- Urszula Zielińska-Meissner
Folklore und Lyrik im Dekor des Sozialistischen Realismus
- Arnold Bartetzky
Nationale Tradition und Ostmoderne – postsozialistische Denkmalbewertungen im Wandel
Abschlussdiskussion
Der Denkmaldialog Berlin–Warschau 2011 wurde ermöglicht durch die Förderung von
Meridian Stiftung, Polnisches Institut Berlin, Martin Gropius Bau, Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz, Berliner Festspiele.
Ausstellung
Das architektonische Erbe des Sozialismus in Warschau und Berlin –
MDM Marszałkowska Dzielnica Mieszkaniowa und KMA Karl-Marx-Allee
Eine Gemeinschaftsausstellung des Denkmalamtes Warschau und des Hauses der Geschichte in Warschau in Verbindung mit dem Landesdenkmalamt Berlin und dem Deutschen Historischen Museum
Das sogenannte MDM-Viertel in Warschau (Marszałkowska Dzielnica Mieszkaniowa) und die Karl-Marx-Allee (ehemals Stalinallee) in Berlin gelten als städtebauliche Schlüsseldenkmale des Sozialistischen Realismus in Europa, wie er sich nach 1945 unter dem Diktat der sowjetischen Kunstdoktrin östlich des Eisernen Vorhangs allenthalben durchsetzen sollte. Die Bauten sollten entsprechend der stalinistischen Doktrin "sozialistisch im Inhalt, national in der Form" ausgerichtet sein und Wohnraum für die Arbeiterklasse bieten. Ihr Denkmalwert ist heute unbestritten. Die früher im Kalten Krieg gelegentlich als "stalinistische Zuckerbäckerarchitektur" verspotteten Wohnbauten haben in Fachkreisen der Architekturgeschichte und Denkmalpflege längst Anerkennung als wichtige Strömung der europäischen Nachkriegsarchitektur erfahren. Dank ihrer zentralen Innenstadtlage, der gehobenen Ausstattung und schmucken Ausgestaltung erfreuen sich diese Nachkriegsquartiere auch als Wohnadresse besonderer Beliebtheit. Die Ausstellung vergleicht die beiden meistbeachteten Wiederaufbauprojekte der 1950er-Jahre in der Volksrepublik Polen und in der DDR und diskutiert Möglichkeiten der Erhaltung und Erschließung dieser beiden Nachkriegsensembles als Teil des gemeinsamen europäischen Erbes.
- Ort: Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 6, 10117 Berlin, Schlüterhof
- Eröffnung: Mittwoch, 24. August 2011, ab 14.30 Uhr,
in Anwesenheit der Stadtpräsidentin von Warschau, Hanna Gronkiewicz-Waltz, und des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit
- Dauer der Ausstellung: 25. August bis 9. September 2011,
Öffnungszeiten: täglich 10 – 18 Uhr