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Tag des offenen Denkmals 2010

Stadtlandschafts-Safari — eine Reise durch die Berliner Nachkriegsmoderne


Stadtlandschafts-Safari; Fotos: Wolfgang Bittner und Wolfgang Reuss
v.l.n.r.: Haus der Kulturen der Welt, Detail vom Corbusier-Haus (Modulor), Akademie der Künste Tiergarten, Studentendorf Schlachtensee; Fotos: Wolfgang Bittner und Wolfgang Reuss

Veranstalter: Schaustelle Nachkriegsmoderne
Träger: Haus der Kulturen der Welt, Akademie der Künste, Bürgerverein Hansaviertel e.V., Förderverein des Corbusierhauses e.V., Studentendorf Berlin-Schlachtensee eG, Hansabibliothek

Sechs Träger von Avantgardedenkmalen der Nachkriegszeit haben sich in Berlin zur Schaustelle Nachkriegsmoderne zusammengeschlossen und laden zu einer Stadtlandschafts-Safari ein. Stadtlandschaft bezeichnet eine durchgrünte und in überschaubare Einheiten gegliederte Stadt. In ihr verbinden sich Elemente des englischen Landschaftsgartens des 19. Jahrhunderts und der utopische Ansatz der frühen Sozialreformer, wie er sich in der Gartenstadt zeigt. Auf der Tour sollen die Besonderheiten der Bauten und Parkanlagen der 1950er-Jahre erlebbar gemacht werden, die zurzeit ihrer Entstehung oftmals das einzige gestaltete innerstädtische Grün in den zahlreichen Ruinen und somit erste sichtbare Zeichen von wiederkehrender Wohnlichkeit waren.

Sonntag, 12. September 2010


8-stündige Safari per Bus: 10.00 Uhr
Treffpunkt: U-Bhf. Hansaplatz, Ausgang Geschäftszentrum

(Parkplatz), max. 50 Pers.
Kostenbeitrag für Bus und Lunchpaket 30 / 20 (Studenten) EUR

Anmeldung unbedingt erforderlich bis 9. September 2010
bei Christine Vetter per Tel.: 030 939504-0 oder
per E-Mail christine.vetter@studentendorf-berlin.com

1. und 2. Station: Hansaviertel mit Hansabibliothek
Angrenzend an den Tiergarten entstand anlässlich der Internationalen Bauausstellung 1957 das Hansaviertel als durchgrünte Siedlung. 48 namhafte Architekten und Gartenarchitekten aus 14 Ländern entwarfen locker gruppierte Einzelbauten und Gartenanlagen. Die Gesamtleitung hatte Otto Bartning. Es entstanden alle Typen des modernen Wohnhauses: vom Einfamilienbungalow bis zum 17-geschossigen Punkthochhaus, kommunale und kirchliche Bauten sowie gastronomische Treffpunkte. Die Hansabibliothek wurde 1958 im Rahmen der Internationalen Bauausstellung nach Plänen des Berliner Architekten Werner Düttmann gebaut. Das in Form eines Atriums entworfene Ensemble schließt einen üppigen Lesegarten ein und ermöglicht lichtdurchflutete Räume, die sich durch raumhohe, versenkbare Scheiben ganz in Richtung Garten öffnen lassen.

3. Station: Akademie der Künste – 50 Jahre am Hanseatenweg
1960 erhielt die Westberliner Akademie der Künste am Hanseatenweg ihr eigenes Domizil. Entworfen wurde der dreiteilige Gebäudekomplex von Werner Düttmann, die Gartenanlagen plante der Landschaftsarchitekt Walter Rossow. Das Haus erscheint besonders im Inneren durch wechselnde Raumformen, Farben und Materialien wie handgestrichene Ziegel, Waschbeton, Schiefer und Holz abwechslungsreich und durch Ausblicke in die Gartenhöfe und die Parklandschaft des Tiergartens offen und frei.

4. Station: Zentrum am Zoo mit Bikini-Haus
Das Bikini-Haus am Nordrand des Breitscheidplatzes – als Ersatz für das verloren gegangene Zentrum der Bekleidungsindustrie am Hausvogteiplatz / Spittelmarkt geplant – entstand 1955–57 entlang der Budapester Straße nach Entwürfen von Paul Schwebes und Hans Schoszberger als Teil des Zentrums am Zoo. Das Ensemble bilden das Hochhaus am Hardenbergplatz, der Zoo-Palast und das Bikini-Haus sowie das kleine Hochhaus mit dem Parkhaus am Zoo. Der 6-geschossige Flachbau mit einer ebenerdigen Ladenzone mit Kolonnaden war ursprünglich in der dritten Etage durch ein eingeschobenes Luftgeschoss zweigeteilt.

5. Station: Corbusier-Haus
Die Beteiligung Le Corbusiers an der Internationalen Bauausstellung 1957 war wegen seiner Beiträge zum Wohnungsbau nahezu obligatorisch. Seine Vorstellungen von Städtebau, Architektur und Freiraumgestaltung waren im dicht bebauten Hansaviertel jedoch nicht umsetzbar, deshalb konnte er auf dem Olympischen Hügel seine "Unité d‘habitation, Typ Berlin" errichten. Auf dem Grundstück wurde ein naturnaher Landschaftsraum geschaffen. Abgeschirmt durch einen Waldgürtel erhebt sich auf 2-geschossigen, schlanken Pfeilern das Hochhaus aus einem wellenförmig modellierten, rasenbepflanzten Plateau.

6. Station: Nationales Kulturdenkmal Studentendorf Schlachtensee
Das Studentendorf wurde 1959–64 von den Architekten Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfankuch in offener Bauweise als frei komponierte Häusergruppe im Sinne der Stadtlandschaft errichtet. Die Freiraumgestaltung übernahm Hermann Mattern. Die öffentlichen Bauten gruppieren sich um den vertieft gelegenen Dorfplatz, während die Wohngebäude terrassenförmig angeordnet sind. 2006 wurde das Ensemble in den Rang eines Nationalen Kulturdenkmals erhoben. Zum 50. Geburtstag 2009 wurden die ersten beiden grundlegend denkmalgerecht erneuerten Wohnpavillons fertiggestellt. Die nächsten Abschnitte sind in der Umsetzung.

7. Station: Ehemalige Kongresshalle – Haus der Kulturen der Welt
Das Gebäude, von Hugh A. Stubbins als Kongresshalle errichtet, wurde zu einem markanten Zeichen in der Nachkriegs-Stadtlandschaft. Es entstand nach einem Entwurf, dessen Gefühlswert von Stubbins mit "completely free" charakterisiert wurde. Das geschwungene Dach bekam auch fast buchstäblich die Form von Flügeln. Die Gartenanlage stellt mit ihrer Bodenmodellierung eine besondere Form der Stadtlandschaft dar. Sie wurde 1956 ebenfalls von Stubbins gemeinsam mit Hans Migge vom Grünflächenhauptamt des Berliner Senats und anderen entworfen.
 
 
 
 


 
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