Denkmal  
 

Tag des offenen Denkmals 2007

Ausstellung: Berliner Siedlungen der 1920er Jahre. Kandidaten für das UNESCO Welterbe

Ausstellung im Bauhaus-Archiv

Berlin zeichnet sich durch einen reichen Bestand an Wohnanlagen der Weimarer Republik aus, die nicht nur stilprägende Werke der modernen Architektur, sondern auch Zeugen der sozialen Aufbruchstimmung der 1920er Jahre sind. Sechs dieser Siedlungen sind Kandidaten für die Welterbeliste der UNESCO. Ihre Architekten gehören zu den wichtigsten Akteuren des Neuen Bauens: Bruno Ahrends, Otto Bartning, Wilhelm Büning, Fred Forbat, Walter Gropius, Hugo Häring, Paul Rudolf Henning, Otto Rudolf Salvisberg, Hans Scharoun, Bruno Taut und Martin Wagner. Über ein neu eingeführtes Steuergesetz finanzierte die Weimarer Republik ein in Europa einzigartiges Wohnungsbauprogramm, das das Versprechen der demokratischen Verfassung einlösen sollte, "jedem Deutschen eine menschenwürdige Wohnung" als Grundrecht zu garantieren. Bevorzugt auf preisgünstigem Land an der Peripherie der Städte, jedoch in erreichbarer Nähe zu öffentlichen Nahverkehrsmitteln, entstanden Siedlungskomplexe unterschiedlich großen Zuschnitts. Bauherren waren überwiegend gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften. Farbkonzepte, neue Gestaltungsformen, Kombinationen von niedrigen Reihenhäusern und höheren Geschossbauten, großzügige Grünanlagen, optimale Besonnung sind wichtige Kennzeichen einer architektonischen Vielfalt und geglückten Wohnungspolitik. Für die Versorgung der Bewohner wurden in den Siedlungen nicht nur Läden vorgesehen, sondern auch Kindergärten und Schulen. Manche verfügten sogar über Waschhäuser und eine zentrale Warmwasserversorgung und Heizung.

Seit den 1970er Jahren werden in Berlin Beispiele dieses Reformwohnungsbaus nach vorbildlichen denkmalpflegerischen Konzepten instandgesetzt. Mit dem im Jahr 2006 eingereichten Antrag der Bundesrepublik Deutschland für die Aufnahme der Siedlungen in die Liste des UNESCO Welterbes macht Berlin einen weiteren Schritt, um seinem architektonisch einmaligen Erbe einen Platz im Kulturgut der Menschheit zu sichern.

Weitere Informationen
Flyer zur Ausstellung
   
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Klingelhöferstraße 14
10785 Berlin
Stadtplan

Verkehrsanbindung
U-Bhf. Nollendorfplatz; Bus 100, 187, 343; M 29

Veranstalter
Bauhaus-Archiv, Museum für Gestaltung
www.bauhaus.de

Kontakt:
Tel. 25 40 02-0 (Auskunft)
bauhaus@bauhaus.de




Samstag

Öffnungszeit:
10.00 – 17.00 Uhr

Ausstellung:
10.00 – 17.00 Uhr, kurze Einführung zu jeder vollen Stunde, Frau Güldner

Führung:
15.00 Uhr, Frau Güldner, Führung durch die Ausstellung

Sonntag

Führung:
wie Samstag

Öffnungszeit:
10.00 – 17.00 Uhr

Ausstellung:
wie Samstag, Herr Dr. Wolsdorff