Denkmal  

 

Berliner Denkmalpflegepreis (Quast-Medaille)

Preisverleihung 2013 - Pressemitteilung


Ausgezeichnete Denkmal-Schützer des Berliner Welterbes - Berliner Denkmalpflegepreise 2013 verliehen


Berlin, den 15. November 2013

In Anerkennung besonderer Verdienste um die Denkmalpflege erhielten 2013 drei Preisträger die Ferdinand-von-Quast-Medaille, den Berliner Denkmalpflegepreis.

Die Preisträger sind:
  • Christa Hoffmann (Gartenforum Glienicke)
  • Verein der Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V., vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Colwin
  • Katrin Lesser und Ben Buschfeld ("Tautes Heim")

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher überreichte die Preise am Donnerstag Abend im Berliner Rathaus. Sie würdigte die Preisträger mit den Worten: "Allen drei Preisträgern ist gemeinsam, dass sie sich zusammen mit Gleichgesinnten erfolgreich für den Schutz und die Erhaltung Berliner Welterbestätten einsetzen. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet, ihr Einsatz ist wegweisend für das bürgerschaftliche Engagement zugunsten des kulturellen Erbes."

Christa Hoffmanns Wirken ist geprägt von ihrer Leidenschaft für die Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft, deren "Schlösser und Gärten" seit 1990 auf der UNESCO-Welterbe-Liste stehen. Seit drei Jahrzehnten wirbt sie unermüdlich für den Schutz und die Pflege dieses wertvollen gartenhistorischen Erbes. Frau Hoffmann arbeitet seit acht Jahren rein ehrenamtlich, vor allem als Organisatorin des GartenForums Glienicke. Mit ihrer Begeisterungsfähigkeit und ihrem vielfältigen Engagement gelingt es Christa Hoffmann stets aufs Neue, die Menschen für die Schönheit und Bedeutung der Gartenkunst zu gewinnen.

Seit 2008 stehen die Berliner Siedlungen der Moderne auf der Welterbeliste, darunter die Hufeisensiedlung in Neukölln. Der Förderverein "Freunde und Förderer der Hufeisensiedlung Berlin-Britz e.V." trägt maßgeblich dazu bei, dass diese Siedlung bei Bewohnern wie in der Öffentlichkeit eine hohe Wertschätzung genießt. Der Verein bringt die Menschen der Siedlung miteinander ins Gespräch, er vermittelt zwischen Bewohnerschaft und Behörden. Mit Ausstellung und Info-Café ermöglicht er den zahlreichen Besuchern der Siedlung einen informativen und angenehmen Aufenthalt im Welterbe.

Die Vereinsmitglieder Katrin Lesser und Ben Buschfeld sanierten in Eigeninitiative und ganz ohne öffentliche Zuschüsse ein Haus in der Großsiedlung Britz. Von den vorbereitenden Untersuchungen bis zur Ausführung erfolgten alle Maßnahmen denkmalpflegerisch vorbildlich. Im Inneren wurden die Räume ganz im Stil der 1930er Jahre wieder hergestellt und sogar eingerichtet. Das "Taute Heim" bietet nun einen authentischen Eindruck, wie die Menschen zur Erbauungszeit der Siedlung lebten. Für diese Initiative erhielten Frau Lesser und Herr Buschfeld bereits im Sommer den Europa Nostra Preis 2013.

Die Ferdinand-von-Quast-Medaille wird seit 1987 verliehen. Der Preis ist undotiert und besteht aus einer Medaille und einer Urkunde. Benannt wurde er nach Ferdinand von Quast, dem ersten preußischen Staatskonservator (seit 1843).