Denkmal  

 

Denkmalpflege


Wasserschloss 1934
graues_feldEngelbecken 1937
Engelbecken 1937
Wasserschloss 1934

Luisenstädtischer Kanal

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Der Grünzug aus dem Wasser 1928 - 1945

Die Planung für den Grünzug wurde 1928 dem Berliner Stadtgartendirektor Erwin Barth (1880 - 1933) in Zusammenarbeit mit den Gartenbauämtern der 1920 gebildeten Bezirke Mitte und Kreuzberg übertragen.

Barth gelang es, den Lennéschen Kanal in eine Abfolge von Schmuck-, Lehr- und Spiel-Gärten 'aufzuheben', indem er sie zwischen den Kanalmauern einen Meter über dem Niveau des ehemaligen Wasserspiegels anlegte. An den Wasserweg erinnerte nur noch das Engelbecken, jetzt Schmuckteich, und die Brücke im Verlauf der Waldemarstraße.

Für das Engelbecken plante Barth anfangs, inspiriert von der Anlage des Taj Mahal, einen 'Indischen Teich' mit Palmen, exotischen Pflanzen und Elefantenstatuen, der von den warmen Abwässern der Eisfabrik in der Köpenicker Straße gespeist werden sollte, dann ein Volksbad, das aber am Widerstand der katholischen Öffentlichkeit scheiterte. Von seinen Visionen zeugt noch der Indische Brunnen im angrenzenden Rosengarten. Das schließlich realisierte, mit 16 Fontänen und bepflanzten Pergolen geschmückte Engelbecken wurde in der an öffentlichen Freiflächen armen Luisenstadt ein beliebter Ort für allerlei Freizeitvergnügen wie Promenieren, Eislauf, Plantschen im 'Wasserschloss' und Karpfenfang.