Denkmal  

 

Denkmale in Berlin


Kino 'International'fillKino Zoopalast
 

links:
Kino International
Berlin-Mitte, Karl-Marx-Allee 33,
1961-64 von Josef Kaiser, Heinz Aust,
Günter Kunert und Horst Bauer

rechts:
Kino Zoopalast
Berlin-Charlottenburg, Budapester Straße 38,
1955-57 von Schwebes & Schoszberger und Gerhard Fritsche
graues_feld    

Denkmale der Nachkriegszeit

 
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Denkmalerfassung


Am zweiten Abschnitt der Stalinallee, 1959 begonnen, zeigen das "Kino International" und das "Café Moskau" (beide 1961-1964) diesen Wandel: Ganz im Sinne des bisher als "formalistisch" verschrieenen internationalen Stils wurden Kinosaal und Restaurant in rechteckigen, zweigeschossigen Flachbauten untergebracht. In spannungsvollem Gegensatz stehen die Flachkörper vor Hochhausscheiben. Geschmückt ist das Café mit dem farbigen Mosaik "Aus dem Leben der Völker der Sowjetunion" von Bert Heller. Eine Besonderheit stellt die reliefierte Betongussfassade des Kinogebäudes dar, die die Bildhauer Waldemar Grzimek, Hubert Schiefelbein und Karl-Heinz Schamal 1966 schufen.

Ein ähnliches Bauprinzip wie im zweiten Abschnitt der Stalinallee nutzten schon ab 1955 die Architekten Schwebes & Schoszberger am "Zentrum am Zoo". Das Kino "Zoopalast", ein freistehender flacher Baukörper, wird von einem 16-geschossigen Hochhaus und einem langgestreckten Flachbau flankiert. Der Neubaukomplex aus Ladengeschäften, Büros, Wohnungen und dem Kino entwickelte sich schnell zum Vergnügungszentrum der westlichen Stadthälfte. Seit seiner Erbauung ist der Zoo-Palast Hauptveranstaltungsort der 1951 begründeten Internationalen Filmfestspiele, die Berliner und Gäste aus aller Welt wie ein Magnet bis heute anziehen. Nur wenig entfernt davon, an einer verkehrsreichen Kreuzung des Kurfürstendamms, entstand 1957-58 das Café Kranzler. Der Architekt, Hanns Dustmann, bekrönte einen schlichten zweigeschossigen Flachbau mit einem runden, markisengeschmückten Pavillon. Dieser markante und originelle Café-Pavillon wurde zum Identifikationspunkt der westlichen City. Zoo-Palast und Café Kranzler, Kino International und Café Moskau stehen für eine wiedergewonnene Lebensfreude und -qualität nach den Schrecken des Krieges und den entbehrungsreichen Aufbaujahren.

 
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