Denkmal  

 

Denkmale in Berlin


Denkmal TrümmerfraufillDenkmal Aufbauhelferin  
links:
Trümmerfrau
Berlin-Neukölln, Volkspark Hasenheide,
1955 von Katharina Singer

rechts:
Aufbauhelferin
Berlin-Mitte, Rathausstraße,
1952/53 von Fritz Cremer
graues_feld    

Denkmale der Nachkriegszeit

 
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Denkmalerfassung


Am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Berliner Innenstadt fast völlig zerstört. Das Ausmaß der Kriegsverluste galt freilich auch als Chance zur großangelegten Stadtsanierung. "Fort mit den Trümmern und was Neues hingebaut" schrieb Bertolt Brecht 1948 in seinem Aufbaulied. Weg mit dem Meer der Mietshäuser und Hinterhöfe! Neu, modern, luftig sollte Berlin wiederentstehen. Selbstbewusst und voller Euphorie erbaute man die Zentren der geteilten Stadt in der aktuellen Architektursprache der Zeit. Der Ostteil demonstrierte mit der Stalinallee, der "ersten sozialistischen Magistrale Deutschlands", seine Überlegenheit. Im Westteil, dem "Schaufenster der freien Welt", entstand das Hansaviertel unter Beteiligung bedeutender Architekten der Moderne. Trotz der Verschiedenheit der Systeme überwog in einem Punkt Einigkeit: neues Bauen statt historisch getreuer Wiederaufbau.

Dem Willen zum Neuanfang wurden mit Standbildern von "Trümmerfrauen" sowohl in Ost- wie in West-Berlin Denkmäler gesetzt. 1954 wurde die "Aufbauhelferin" Fritz Cremers vor dem "Roten Rathaus" aufgestellt, wenig später die "Trümmerfrau" von Katharina Singer im Volkspark Hasenheide (Neukölln). So ähnlich das Thema dieser frühesten Skulpturen nach dem Zweiten Weltkrieg ist, so unterschiedlich fiel die Art der Darstellung aus. Während die jugendliche sozialistische Aufbauhelferin in heroischem Gestus von Fortschritt und kraftvollem Neubeginn kündet, hält die mütterliche West-Aufbauhelferin inne und denkt über das Vollbrachte nach.

 
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