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Wohnhäuser

Haus Cramer


Haus Cramer

Haus Cramer, Pacelliallee 18, Zehlendorf;
Landhaus, 1912-13 von Hermann Muthesius


Das Haus Cramer ist eines der schönsten Werke des Architekten Hermann Muthesius und gehört zu den baugeschichtlich und künstlerisch bedeutendsten Landhäusern in Berlin. Das ganz in Bruchsteinmauerwerk aus Rüdersdorfer Kalkstein gehaltene Haus beherrscht durch seine nach drei Seiten freie Lage mit seinem hohen Dach und drei mächtigen Giebeln die Umgebung. Muthesius hat in seiner typischen Art symmetrische wie asymmetrische Partien zu einer malerischen Einheit verbunden. Dem Architekten ging es nicht darum, mit prunkvollen Fassaden zu blenden, sondern wohnlich, bequem und behaglich zu bauen und diese Qualitäten durch Form und Material auszudrücken.

Die Beziehung zwischen Haus und Garten war ein Hauptthema des Entwurfs. Muthesius begriff den Garten als Fortführung des Wohnraums nach außen, der mit architektonischen Mittel zu gliedern sei. Dem geschlossenen Landhaus ist ein durch Pergolen und Kalksteinmauern umzäunter halboffener Bereich vorgelagert, der eine Terrasse und einen geometrischen angelegten Rosengarten umfasst. Die Grundrisse der Außen- und Innenräume sind aufeinander bezogen. Eine Allee leitet den Besucher vom Gartentor auf das Haus und verdichtet sich vor dem Haupteingang zu einer Pergola. Im Inneren durchquert man ein ovales Vestibül und gelangt in die zentrale Halle. Hier kreuzt rechtwinklig die Raumfolge Speisezimmer - Halle - Empfangszimmer. Das Empfangszimmer ist in südliche Richtung vollständig auf den Garten ausgerichtet, den man über eine Terrasse mit Freitreppe erreicht. Zum Haus hin nimmt die Geschlossenheit zu, vom Haus weg werden die streng abgegrenzten Bereiche immer offener.

Das Gebäude dient heute als "Overseas Campus" der amerikanischen Stanford University.