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Berliner Siedlungen der 1920er Jahre auf der UNESCO Welterbe-Liste
Weiße Stadt
Denkmalgerechte sanierte Hauslauben von O.R. Salvisberg, 2005
Treppenhaus an der Aroser Allee, 2005
Wohnzeile von W. Büning, 2005
Die Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt sind die beiden wohnungsbaulichen Schlüsselprojekte am Ende der 20er Jahre. Beide wurden finanziert aus einem 15 Millionen Reichsmark schweren Sonderetat des Magistrats, aufgelegt zu einer Zeit, als andere Geldquellen (Hauszinssteuer) allmählich versiegten.
Die Weiße Stadt ist eine Großsiedlung mit offener Binnenstruktur aus Rand- und Zeilenbauten und ineinander fließenden Grünräumen.
Beim Bau dominierten Rationalität und Wirtschaftlichkeit. Auf der Basis von Rentabilitätsberechnungen dimensionierte man die Erschließung, aber auch die Gebäudemaße. So konnten Bauteile teilweise vorgefertigt werden.
Deutlich unterscheidet sich der Einsatz der Farbe von den Tautschen Siedlungen: Lebhafte Farbakzente, etwa an Dachüberständen, Fensterrahmen, Regenfallrohren und Eingangstüren, unterstreichen als Kontrast das Weiß der Fassaden.
Einzigartig war die Vielzahl der Versorgungseinrichtungen: 25 dezentral verteilte Läden,ein Kinderheim, eine Arztpraxis, ein Cafe, und ein (Ende der 60er Jahre abgebrochenes) Fernheizwerk mit angegliederter Zentralwäscherei gehörten zur Siedlung.
Daten
| Lage |
Bezirk Reinickendorf
U-Bahnhof Paracelsus-Bad |
| Straßen |
Aroser Allee, Baseler Straße, Bieler Straße, Emmentaler Straße, Genfer Straße, Gotthardstraße, Romanshorner Weg, Schillerring, Sankt-Galler-Straße |
| Gesamtfläche |
14,3 ha |
| Anzahl Wohnungen |
1.268 |
| Wohnungsgrößen |
1 bis 3 ½ Zimmer (davon 80 % bis 2 ½ Zimmer) |
| Erbaut |
1929 bis 1931 |
| Gesamtleitung |
Martin Wagner |
| Städtebaulicher Entwurf |
Otto Rudolf Salvisberg |
| Architekten |
Otto Rudolf Salvisberg, Bruno Ahrends, Wilhem Büning |
| Beratender Architekt |
Friedrich Paulsen |
| Freiraumplaner |
Ludwig Lesser |
| Bauherr |
Gemeinnützige Heimstättengesellschaft Primus mbH der Stadt Berlin |
| Sanierung |
1949 bis 1954 Wiederaufbau und Grundrenovierung nach originalem Vorbild (unter Beratung Wilhelm Bünings)
seit 1982 denkmalpflegerisches Erneuerungsprogramm |
| Eigentümer 2012 |
Deutsche Wohnen AG, einzelne Wohnungen im Privatbesitz |
| Eigentümer 2006 |
Gemeinnützige Heimstätten-Aktiengesellschaft (GEHAG) GmbH (seit 2005 im Besitz der Oaktree Capital Management); einzelne Wohnungen im Privatbesitz |
| Einwohner 2006 |
2.100 |
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Bezirk Reinickendorf

Luftbild

Gartenhof, 2001 Teilwiederherstellung nach dem Konzept von L. Lesser, 2005

Torhäuser von B. Ahrens, 2003

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