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Berliner Siedlungen der 1920er Jahre auf der UNESCO Welterbe-Liste
Großsiedlung Britz - Hufeisensiedlung -
Loggien und Gärten im Hufeisen, 2005
Treppenhaus im Hufeisen, 2005
"Rote Front" an der Fritz-Reuter-Allee, 2005
Auf den Flächen des ehemaligen Rittergutes Britz entstand ab 1925 eine Großsiedlung für 5.000 Menschen. Taut integrierte Architektur und Topographie - nicht nur mit dem namensgebenden Hufeisen um einen eiszeitlichen Pfuhl. Er machte Assymetrien und die versetzte Anordnung der Häuserzeilen zum städtebaulichen Prinzip. Dreigeschossige Zeilenbauten mit Etagenwohnungen umrahmen dabei niedrigere, zweigeschossige Einzelhausreihen.
Entlang der Fritz-Reuter-Allee grenzt die "Rote Front" die Siedlung bewusst gegen die benachbarte Eierteich-Siedlung mit ihrer traditionalistischen Formensprache ab. Nach Protesten konservativer Abgeordneter hatte der Magistrat dieses Gelände aus dem Planungsbereich Tauts herausgelöst und der DeGeWo zugesprochen. Deshalb liegen die späteren Bauabschnitte der Hufeisensiedlung mit ihren reinen Zeilenbauten an der Buschkrugallee und Parchimer Allee - abseits vom Rest der Siedlung.
Im 6. und letzten Bauabschnitt entstanden 1929/30 vierzehn deutlich enger gestellte Zeilen, die auch in der Formensprache reduziert sind und auf Rück- und Vorsprünge verzichten. Das erlaubte eine rationellere Bauweise mit wenigen Elementen - eine Reaktion auf die Kürzung der Förderung aus dem Hauszinssteueraufkommen.
Daten
| Lage |
Bezirk Neukölln, Ortsteil Britz
U-Bahnhof Blaschkoallee und Parchimer Allee |
| Straßen |
Buschkrugallee, Dörchläuchtingstraße, Fritz-Reuter-Allee, Gielower Straße, Grüner Weg, Hüsung, Jochen-Nüßler-Straße, Liningstraße, Lowise-Reuter-Ring, Miningstraße, Onkel-Bräsig-Straße, Parchimer Allee, Paster-Behrens-Straße, Stavenhagener Straße, Talberger Straße |
| Gesamtfläche |
37,1 ha |
| Anzahl Wohnungen |
1.963, davon 472 Einfamilienhäuser |
| Wohnungsgrößen |
1 ½ bis 4 ½ Zimmer |
| Erbaut |
1925 bis 1930 |
| Städtebaulicher Entwurf |
Bruno Taut (mit Martin Wagner) |
| Architekten |
Bruno Taut, Martin Wagner |
| Freiraumplaner |
Leberecht Migge, Ottokar Wagler |
| Bauherr |
GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-Spar- und Bau-AG |
| Sanierung |
seit 1984 denkmalgerechte Sanierung |
| Eigentümer 2012 |
Deutsche Wohnen AG, Einfamilienhäuser teils im Privatbesitz |
| Eigentümer 2006 |
Gemeinnützige Heimstätten-Aktiengesellschaft (GEHAG) GmbH (owned by Oaktree Capital Management since 2005), some detached houses owned privately |
| Einwohner 2006 |
3.100 |
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Bezirk Neukölln

Luftbild

Raumbildung im Hüsung, 2005

versetzte Reihenhäuser Pastor-Behrens-Straße 1-19, 2005

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