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Welterbe

Preußische Schlösser und Gärten


Schloss Glienicke Löwenfontäne, Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt BerlinJagdschloss Glienicke, DetailKirche St. Peter und Paul; Foto: Wolfgang Reuss, Landesdenkmalamt BerlinLoggia Alexandra, Detail; Foto: Sabine HierathPfaueninsel (Luftbild); Foto: Partner für Berlin/FTB-WerbefotografieGlienicker Brücke, Detail
Park Glienicke - 'Park Kl. Glineke' Plan von Kraatz von 1862 Schloss Glienicke; Foto: Wolfgang Reuss, Landesdenkmalamt Berlin
Foto: Wolfgang Reuss, LDA

Bereits die brandenburgischen Kurfürsten nutzten die ausgedehnte Wald- und Seenlandschaft in der Umgebung Berlins als Jagdgebiet und erbauten erste Jagdschlösser. Aber erst Friedrich II. legte mit dem Bau des Schlosses Sanssouci, der Bildergalerie und der alten Orangerie (heute Neue Kammern) sowie der Anlage der Weinbergterrassen durch Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff 1745-47 den Grundstein für die Kulturlandschaft, wie wir sie heute kennen.

Die Schönheit der Wälder, Höhen und Seen inspirierten auch seine Nachfolger zum Bau prächtiger Sommerresidenzen inmitten ausgedehnter Garten- und Parkanlagen, zu Villen im italienischen Stil und Cottages nach englischem Vorbild. Friedrich Wilhelm II. führte die Bautätigkeit im Neuen Garten und auf der Pfaueninsel fort. Friedrich Wilhelm IV. erweiterte den Park Sanssouci und bebaute den Pfingstberg. Prinz Carl ließ sich in Glienicke und Prinz Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I., auf dem Babelsberg nieder.

Viele Architekten, Künstler und Gartenarchitekten trugen zur Gestaltung und Verschönerung der Havellandschaft bei. Zu den bedeutendsten Künstlern des 18. Jahrhunderts zählen neben Knobelsdorff der Maler Antoine Pesne und der Bildhauer Friedrich Christian Glume. Unter den im 19. Jahrhundert tätigen Künstlern sind vor allem Karl Friedrich Schinkel, Peter Joseph Lenné und der Bildhauer Christian Daniel Rauch zu nennen. Später traten die Architekten Ludwig Persius und August Stüler hinzu.

Peter Joseph Lenné trieb 1816-66 die gartenkünstlerische Gestaltung der Landschaft nach englischem Vorbild voran. Er griff die auf die kurfürstliche Zeit zurückgehende Idee der "Insel Potsdam" wieder auf. Sein 1833 gezeichneter "Verschoenerungs-Plan der Umgebung von Potsdam" umschloss bereits den Umfang des heutigen UNESCO-Welterbes.

Der Aufnahmeantrag für die Potsdamer Kulturlandschaft in die Welterbe-Liste wurde Anfang 1989 von der DDR gestellt und umfasste neben den Schlössern und Gärten von Potsdam-Sanssouci auch den Park Babelsberg und den Neuen Garten. Nach der politischen Wende wurde der Antrag 1990 von der Bundesrepublik um die Anlagen von Glienicke und der Pfaueninsel erweitert. Seit Dezember 1990 sind die "Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin" auf der Welterbe-Liste verzeichnet. 1992 bzw. 1999 kamen die Sacrower Heilandskirche, Schloss Lindstedt, die Kolonie Alexandrowska, der Pfingstberg, das Dorf Klein-Glienicke und der Böttcherberg hinzu.

Der Berliner Bereich des Welterbes ist über die Glienicker Brücke, die zur Hälfte zu Berlin, zur Hälfte zum Bundesland Brandenburg gehört, mit dem Potsdamer Bereich verbunden. Der Berliner Bereich umfasst Schloss und Park Glienicke, Jagdschloss und Jagdschlosspark Glienicke, Böttcherberg mit Loggia Alexandra, Nikolskoe (St. Peter und Paul, Blockhaus, Forsthaus, Schulhaus und Moorlake) und die Pfaueninsel.
  Welterbe- und UNESCO-Logo - Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin, Welterbestätte seit 1990
 


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