Denkmal  

 

Welterbe / Museumsinsel

Pergamonmuseum


Pergamonmuseum; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
Foto: Wolfgang Bittner, LDA
Pergamonmuseum, Pergamonaltar; Foto: Wolfgang Reuss, Landesdenkmalamt Berlin
 Foto: Wolfgang Reuss, LDA

Am Kupfergraben, Mitte, Ortsteil Mitte; 1910-1930 nach Entwürfen Alfred Messels durch Ludwig Hoffmann errichtet

Die südlich des Bode-Museums liegende und von diesem durch die Stadtbahntrasse getrennte Dreiflügelanlage des Pergamonmuseums stellt das letzte Glied in der Kette der Museumsbauten auf der Museumsinsel dar. Mit seiner strengen, archaisierenden Architektur ist das Pergamonmuseum der glanzvolle Schlusspunkt einer nicht immer gradlinig verlaufenen, letztlich jedoch folgerichtigen baulichen Entwicklung auf der Insel.

Die Konzeption für den neuen Museumsbau für antike, vorderasiatische und deutsche Kunst entwickelte der Architekt Alfred Messel 1907. Sein Freund, Stadtbaurat Ludwig Hoffmann, führte die Planungen nach seinem Tod 1909 fort.

Messel knüpfte mit den blockartigen Umrissen des fensterlosen Mittelflügels, den durch flache Kolossalpilaster gegliederten Flügelbauten mit kantigen Aufsätzen und steilen Giebeln sowie archaisch wirkenden Details wie dorische Halbsäulen an die Architektur um 1800 von Gilly und Langhans an.

Die äußere Monumentalität des Gebäudes korrespondiert mit seinem Inhalt: Der Mittelflügel enthält gebäudehohe Säle, welche den Pergamonaltar und das Markttor von Milet sowie Teile von antiken Tempelfronten beherbergen. Mit Ausnahme der Räume für das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße wurden die Flügelbauten für die Aufnahme romanischer und gotischer Kunst, der Skulpturengalerie und der islamischen Kunst weitgehend mehrgeschossig angelegt. Die Änderungen, die Hoffmann am Äußeren vornahm, wirken eher konventionell und entschärfend. Am deutlichsten fällt die Erhöhung der Traufe, die Abflachung der Giebel und die Einfügung eines Metopen- und Triglyphen-Frieses ins Auge. Trotz solcher Glättungen ist dem Bau die straffe und blockhafte Modernität, die Messels letztes Werk auszeichnete, im Wesentlichen erhalten geblieben.

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Pergamonmuseum, Luftbild; Foto: Partner für Berlin/FTB-Werbefotografie
Foto: Partner für Berlin/
FTB-Werbefotografie