Denkmal  

 

Welterbe / Museumsinsel

Bode-Museum


Bodemuseum 1897-1904 von Ernst von Ihne; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
 Fotos: Wolfgang Bittner, LDA
Bodemuseum, Kuppelhalle mit Treppenhaus; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
 
Bodemuseum, Innenraum; Foto: Wolfgang Bittner, Landesdenkmalamt Berlin
 

Am Kupfergraben, Mitte, Ortsteil Mitte; 1897-1904 von Ernst von Ihne

Eine ähnlich markante städtebauliche Stellung wie die Nationalgalerie, wenn auch in völlig unterschiedlicher Weise, besitzt das auf der nordwestlichen Inselspitze errichtete neobarocke Bode-Museum. Der das ganze Restgrundstück in Form eines ungleichseitigen Dreiecks zwischen Bahntrasse und Inselspitze einnehmende Bau vermittelt durch geschickte Einteilung den Eindruck eines auf den Eingangsbau hin ausgerichteten, völlig symmetrischen und gleichschenkligen Gebäudes. Das Museum wurde 1897-1904 durch den Hofarchitekten Ernst von Ihne auf Initiative Wilhelm von Bodes für die von diesem aufgebaute Sammlung von Gemälden und Skulpturen aus christlicher Zeit errichtet.

Der in Formen des Wilhelminischen Barocks gehaltene, mit Sandstein verkleidete Museumsbau steigt mit zwei von korinthischen Pilastern zusammengefassten und mit einer Balustrade bekrönten Geschossen sowie einem niedrigen, durchfensterten Quadersockel unmittelbar aus dem Fluss empor. Die den Eckbau bekrönende, zurückgesetzte Kuppel markiert das ovale, reich gegliederte Haupttreppenhaus. In dessen Zentrum steht eine Nachbildung des Reiterstandbilds des Großen Kurfürsten von Andreas Schlüter. Daran schließt der Hauptraum des Museums an, die über zwei Geschosse reichende sogenannte Basilika, die mit den ausgestellten Kunstwerken den Eindruck eines echten Kirchenraums der Renaissance erwecken sollte. Dieser und weitere Räume verweisen auf das museumspädagogische Grundkonzept von Wilhelm von Bode, der mit Skulpturen, Gemälden sowie mit zeitgenössischen Ausstattungsstücken einen stimmungsvollen Gesamteindruck der entsprechenden Epochen vermitteln wollte.