Denkmal  

 

Unter den Linden

Schlossbrücke


Schlossbrücke

Schlossbrücke, Unter den Linden, Mitte;
1821-24 von Karl Friedrich Schinkel, Wiederherstellung ab 1950


Der Bau der Schlossbrücke war Teil der städtebaulichen Neuordnung des gesamten Bereichs zwischen Schloss und Opernplatz, für die sich Schinkel mit Nachdruck eingesetzt hatte. Durch die Verbreiterung der Brücke auf die volle Breite der Straße und ihren monumentalen Aufbau mit Figurenschmuck erschien die Straße Unter den Linden vom Brandenburger Tor bis zum Schloss erstmals als durchgehende Achse. Zusammen mit der gleichzeitigen Umgestaltung des Lustgartens und dem Neubau der Wache schuf Schinkel eine großzügige und stimmige Stadtanlage und brachte damit die vornehmsten Monumente der Stadt ihrer Bedeutung entsprechend zur Geltung. Die Figurengruppen und Reliefs ergänzten das bildnerische Programm der Neuen Wache als Denkmal für die siegreiche Beendigung der Befreiungskriege und bildeten zusammen mit den Standbildern der Generäle einen Teil der nun als "via triumphalis" aufgefassten Hauptstraße der Stadt. Dargestellt sind junge Helden, deren Kampf und Tod von den Siegesgöttinnen Nike, Iris und Athena begleitet werden. Zwischen den Postamenten sind gusseiserne Brückengeländer mit Seepferden, Tritonen und Delphinen als Bezug zum Wasser angebracht. Die acht von Schinkel projektierten Kriegergruppen, die Bildhauer der Schadow- und Rauch-Schule in Carrara-Marmor ausführten, konnten erst 1842-57 vollendet werden. Die im Krieg ausgelagerten Skulpturen wurden 1983-84 am ursprünglichen Standort wiederaufgestellt.