Denkmal  

 

Unter den Linden

St. Hedwigs-Kathedrale


St. Hedwigs-Kathedrale

St. Hedwigs-Kathedrale, Bebelplatz, Mitte;
1747-73 von Johann Boumann d.Ä. nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff


König Friedrich II. überließ 1747 der katholischen Gemeinde, die in Berlin noch über kein eigenes Gotteshaus verfügte, eine freie Fläche hinter dem Opernhaus. Nach Angaben des Königs fertigte Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff die Entwürfe für den Zentralbau in Anlehnung an das Pantheon in Rom. Die Ausführung 1747-73 übernahm Johann Boumann d. Ä. 1929 wurde die Hedwigskirche zur Kathedrale erhoben, der Bischofskirche des Bistums Berlin.

Durch die Bombardierungen im März 1943 brannte die Kathedrale bis auf die Umfassungsmauern aus. Ihre Wiederherstellung 1952-63 plante der Düsseldorfer Architekt Hans Schwippert. Die Außenarchitektur wurde in Anlehnung an das historische Erscheinungsbild wiederhergestellt, nur die neue Betonschalenkonstruktion der Kuppel erhielt eine veränderte Silhouette. Eine einfache Putzquaderung, hohe schmucklose Rundbogenfenster und ein umlaufendes Hauptgesims bestimmen die Fassadengestaltung. Baukünstlerisch herausgehoben ist der Portikus, dessen Dreiecksgiebel von sechs ionischen Dreiviertelsäulen getragen wird. In den Interkolumnien wechseln rundbogige Portale und Figurennischen, deren hochrechteckige Supraporten durch Reliefs mit Szenen des neuen Testaments geschmückt sind.

Bei der Neugestaltung des Innenraums nach dem Krieg erhielten die überlieferten Architekturelemente wie Wandnischen, Doppelsäulen und Kuppel eine zeitgemäße Form und Fassung. Auffälligste Veränderung war die Öffnung der Krypta zu einer Unterkirche und damit die großzügige Aufweitung des Zentralraumes.