Denkmal  

 

Unter den Linden

Denkmal König Friedrich II. von Preußen


Denkmal König Friedrich II. von Preußen

Denkmal König Friedrich II. von Preußen, Unter der Linden, Mitte;
1851 von Christian Daniel Rauch


Das monumentale Reiterstandbild König Friedrichs II. von Preußen (1712-86) markiert den Abschluss des "Forum Friderizianums" und bildet den Auftakt der Lindenallee. Schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts und über mehrere Künstlergenerationen hinweg geplant, sollte es einen Höhepunkt der "Via Triumphalis" bilden, die mit dem Brandenburger Tor als "Triumphbogen" begann und am Stadtschloss endete. Das Denkmal zählt nicht nur zu den bedeutendsten und bekanntesten Schöpfungen von Christian Daniel Rauch, sondern nimmt in der Denkmalplastik des 19. Jahrhunderts eine zentrale Stellung ein und war Vorbild für zahlreiche Fürstendenkmäler der Jahrhundertwende.

Auf einem mehrstufigem Granitsockel und Piedestal sitzt Friedrich II. auf seinem trabenden Pferd in historischer Uniform, den hermelingefütterten Mantel um die Schulter gelegt. Auf dem leicht nach links gesenkten Kopf trägt er den charakteristischen Dreispitz. Die linke Hand fasst die Zügel, während die in die Seite gestemmte Rechte einen, den alternden König kennzeichnenden, Krückstock hält. Aufwendig und künstlerisch hochrangig gestaltet ist auch das in drei Abschnitte gegliederte Piedestal. Über einer Inschriftenzone folgt der Bereich, der den Zeitgenossen Friedrichs II. gewidmet ist: Lebensgroße, vollplastische Reiter- und Standfiguren, die im Hintergrund ins Flachrelief übergehen, stellen Feldherren, Staatsbeamte, Künstler und Gelehrte dar. Der oberste Abschnitt des Piedestals ist ganz dem König vorbehalten: An den Ecken weisen vier Sitzfiguren auf die Kardinaltugenden hin, während die Reliefs Szenen aus dem Leben Friedrichs wiedergeben, in denen Realität und Mythologie miteinander verknüpft werden.