Denkmal  

 

Denkmale in Berlin

Unter den Linden


Eine Lindenallee, die der Große Kurfürst ab 1647 vor den Toren der Stadt anlegen ließ, um bequem von seinem Schloss in das Jagdrevier im Tiergarten reiten zu können, hat sich im Laufe ihrer langen Geschichte zur bekanntesten und vornehmsten Straße Berlins entwickelt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde sie zur zentralen Achse der als Berliner Vorstadt angelegten Dorotheenstadt. Nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1740 erweiterte sie Friedrich II. um sein "Forum Friderizianum" mit Oper, Bibliothek, Prinz-Heinrich-Palais - heute Humboldt-Universität - und Hedwigskathedrale. Er nutzte den Raum, der durch den Abriss der militärisch nutzlos gewordenen Memhardtschen Festungsanlage geschaffen worden war.

Der feinsinnige König stellte sein "Forum" unter das Motto "Fridericus Rex Apollini et Musis" (König Friedrich, Apoll und den Musen gewidmet), wie es am Giebel der Deutschen Staatsoper geschrieben steht. Dieses Programm war durchaus als politisches Manifest gemeint - Friedrich wollte sein Königtum mit den Wissenschaften (Apoll) und Künsten (Musen) verbinden. Die Vollendung dieses grandiosen Bauprogramms verzögerte sich aber durch die gleichzeitig begonnenen friderizianischen Kriege bis 1780. Der machtpolitische Ehrgeiz des Königs überlagerte lange Zeit seine kulturellen Vorlieben.

Nach den Befreiungskriegen 1813-15 wurde die Straße zum Andenken an den Sieg über Napoleon zur "Via Triumphalis" ausgebaut und mit neuen monumentalen Bauten sowie den Standbildern verdienter Generäle ausgestattet. Zwischen Brandenburger Tor und Schlossbrücke entstand so ein Stadtraum, der zusammen mit dem Schlossbezirk den städtebaulichen Höhepunkt der Hauptstadt bildete.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ die Promenade weitgehend in Trümmern. Ihr heutiges Erscheinungsbild wird geprägt durch die Wiederaufbauleistung in den fünfziger und sechziger Jahren. Beschädigte Monumentalgebäude im östlichen Teil, wie zum Beispiel Zeughaus, Oper oder Humboldtuniversität, wurden im Äußeren wiederhergestellt, zerstörte Innenräume meist nach historischen Studien neu gefasst. Die Lücken im westlichen Abschnitt der Linden konnten erst nach dem Mauerbau in den sechziger Jahren geschlossen werden. In der Nähe der Grenze wurden vor allem Botschaften befreundeter Staaten und Bürogebäude errichtet. Nach der Abwendung von den zu teuren Bauten der "Nationalen Tradition" mit ihren aufwendigen historisierenden Formen wie man sie an der Karl-Marx-Allee noch finden kann, entstanden im westlichen Abschnitt der Linden industriell hergestellte Gebäude in Anlehnung an internationale Architekturströmungen. Sie sollten die Konkurrenzfähigkeit und die Modernität des jungen Staates demonstrieren.

Seit der Wende wird der Pariser Platz, der westliche Abschluss der Straße, auf dem alten Grundriss wiederaufgebaut. Die gärtnerischen Anlagen sind bereits wiederhergestellt.
 
 


 
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