Denkmal  

 

Kirchen

Nikolaikirche


Nikolaikirche

Nikolaikirche, Nikolaikirchplatz, Mitte;
um 1230, Umbau zur Hallenkirche, Ende 13. Jh.; Hallenumgangschor, um 1379; Neubau des Langhauses, Mitte 15. Jh.; Anbau der Liebfrauenkapelle, 1452; Turmbauten, 1876-78 von Hermann Blankenstein, Wiederaufbau 1981-87


Die Nikolaikirche bezeichnet das Herz Berlins. An dieser Stelle wurde die Stadt gegründet. Etwa gleichzeitig mit der Verleihung der Stadtrechte um 1230 entstand hier die erste Berliner Steinkirche. Rund 150 Jahre später wurde deren Langhaus ersetzt und die heutige, in Backstein ausgeführte spätgotische Hallenkirche erbaut. Der mächtige, aus Granitquadern gemauerte Westbau des Vorgängerbaus ist weiter genutzt worden. Es ist das einzige Bauwerk, das aus den Anfängen Berlins noch erhalten ist. Den neugotische Turmaufsatz aus Backstein mit zwei Spitzhelmen hat 1876–78 der Stadtarchitekt Hermann Blankenstein hinzugefügte. Im zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt und die dicht bebauten Viertel rings um den Molkenmarkt zerstört. Erst 1985 konnte für das 750-jährige Stadtjubiläum der Neubau des Nikolaiviertels begonnen werden. Die Nikolaikirche wurde nach denkmalpflegerischen Maßgaben als Museum wiederaufgebaut. Zur erhaltenen ursprünglichen Ausstattung zählen zahlreiche bedeutende Epitaphien und Totenschilde des 16. und 17. Jahrhunderts.