Denkmal  

 

Kirchen

Marienkirche


Marienkirche

Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, Mitte;
um 1270/80, Fertigstellung Anfang 14. Jh., Erneuerung nach 1380, Turmhelm, 1789-90 von Carl Gotthard Langhans, Restaurierung 1969-70


Westlich des Alexanderplatzes, am Fuße des Berliner Fernsehturms öffnet sich eine weitläufige Platzanlage mit Blumenbeeten, Sitzbänken und Springbrunnen. Ein in den sechziger Jahren angelegtes, sorgfältig gestaltetes Forum auf der Fläche mehrerer Stadtquartiere der Vorkriegszeit mit Grünanlagen, Neptunbrunnen und den Solitären Marienkirche und Fernsehturm sollte die Hauptstadt als attraktive Verweil- und Kommunikationsfläche bereichern.
Allein die Marienkirche erinnert heute noch daran, dass hier im späten 13. Jahrhundert ein Marktviertel, die erste mittelalterliche Stadterweiterung Berlins mit der dazugehörigen Kirche, angelegt worden war. Die über Jahrhunderte rings um die Marienkirche gewachsene Bebauung wurde im Krieg zerstört. Die spätgotische Backsteinkirche konnte in ihrer historisch überlieferten Gestalt bis heute überdauern. Reichgegliederte Bündelpfeiler prägen den weiten Innenraum der Kirche. An der nördlichen Innenwand der Turmhalle befindet sich das älteste Wandbild Deutschlands, der Totentanz, ein spätgotisches Fresko aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts. Der Architekt des Berliner Schlosses, Andreas Schlüter, fertigte 1702 die reich geschmückte Marmorkanzel. Den kupferbeschlagenen Turmhelm entwarf 1790 in freier Anlehnung an gotische Formenvorbilder der Architekt des Brandenburger Tores, C. G. Langhans.