Denkmal  

 

Kirchen

Klosterkirche


Klosterkirche

Klosterkirche, Klosterstraße 73A, Mitte;
um 1250, um 1300 Chor angefügt, seit 1945 Ruine


Die Klosterstraße hat ihren Namen von dem ehemaligen Franziskanerkloster, das Mitte des 13. Jahrhunderts am damaligen Ostrand der Stadt, unmittelbar vor der Stadtmauer angesiedelt wurde. Nach Kriegszerstörungen ist nur noch die Ruine der Klosterkirche erhalten. Überreste des ehemaligen mittelalterlichen Befestigungsrings, der zum Schutz der beiden Stadtteile Berlin und Kölln errichtet worden war, finden sich noch heute im Bereich der Waisenstraße. Den Ordensprinzipien der Armut und Einfachheit folgend, war die Kirche in großer Schlichtheit ausgeführt worden. Sie besaß kein Querschiff und keine Türme. Die sparsamen Schmuckformen (Ornamentfriese) dokumentieren noch heute das hohe handwerklichen Können der mittelalterlichen Bauhütte, die auch in Brandenburg am Dom und in den Zisterzienserniederlassungen in Chorin und Lehnin tätig war. Die Klosterkirche ist die älteste Backsteinkirche der Stadt und war als erster Kirchenbau Berlins vollständig eingewölbt. Seit 1982 wird die Kirchenruine für Ausstellungszwecke und Theateraufführungen genutzt.