Denkmal  

 

Kirchen

Friedrichswerdersche Kirche


Friedrichswerdersche Kirche

Friedrichswerdersche Kirche, Werderscher Markt, Mitte;
1824-30 von Karl Friedrich Schinkel


Für die erste barocke Stadterweiterung Berlins wurde ab 1660 eine zwischen zwei Spreearmen gelegene Insel "der Werder" genutzt, die zu Ehren des Großen Kurfürsten den Namen Friedrichs-Werder erhielt. Von der ursprünglichen Bebauung ist kaum etwas erhalten. Dort wo früher die Häuser der kurfürstlichen Beamten standen, befindet sich heute das Gebäude des Auswärtigen Amtes. Am ehemaligen Werderschen Markt wurde 1824-30 an der Stelle eines Vorgängerbaus die erste neugotische Kirche Berlins erbaut. Architekt war K.F. Schinkel. Seine Auffassung, "Architektur ist Konstruktion" kommt in diesem Bau voll zur Geltung. Außen beschränkte er sich auf einen schlichten, klar gegliederter Mauerpfeilerbau mit Doppelturmfassade, im Inneren erzeugte er mit den schlanken Bündelpfeilern und eleganten Profilen, die in Netzgewölbe übergehen, einen großartigen Raumeindruck. Holzeinbauten und Bemalung sowie die Glasmalerei der Fenster tragen zu dem stimmungsvollen Kirchenraum bei.

Die Friedrichswerdersche Kirche wird seit ihrer Wiederherstellung (1982-87) als Schinkelmuseum genutzt. Auch Werke aus der Berliner Bildhauerschule (Schadow, Rauch, Genelli) kommen im Umfeld des stilgerecht restaurierten Innenraumes wirkungsvoll zur Geltung.