Denkmal  

 

Gartendenkmale

Großer Tiergarten


Großer Tiergarten
 
Großer Tiergarten
 

Großer Tiergarten, Straße des 17. Juni, Tiergarten;
Öffentliche Parkanlage 17.-20. Jh. u.a. von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1742), Justus Ehrenreich Sello (1792), Peter Joseph Lenné (1833-47), Eduard Neide (1875-78) und Willy Alverdes (1950), Veränderung 1938, Wiederherstellung seit 1949


Der Tiergarten ist die älteste und war lange Zeit die einzige Grünanlage Berlins. Zu Anfang des 16. Jahrhunderts war das sumpfige Waldgelände in der Spreeniederung ein bevorzugtes Jagdgebiet der brandenburgischen Kurfürsten. Der erste preußische König, Friedrich I., ließ Alleen anlegen, so die zum Charlottenburger Schloss führende Lietzenburger Chaussee (heute Straße des 17. Juni) und machte den Tiergarten so für die Öffentlichkeit zugänglich. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff gestaltete im Auftrage Friedrich II. das Gelände im spätbarocken Stil um. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts legte Peter Joseph Lenné das Gelände nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten an. Unter Beibehaltung der Alleen und Plätze musste das Gelände entsumpft und gelichtet werden. Bis 1838 verlieh er dem Tiergarten, der nun zum "Volksgarten" geworden war, seine Gestalt, in der man ihn bis zum Zweiten Weltkrieg kannte. Charakteristisch sind heute die weiten, von kleinen Wasserläufen durchzogenen und mit Baumgruppen bestandenen Rasenflächen, die Seen mit kleinen Inseln sowie zahlreichen Brücken. Nach kriegsbedingten Verwüstungen ist die Wiederaufbaupflanzung des Parkes vor allem dem Gartenarchitekten und Leiter des Gartenbauamtes Tiergarten, Willy Alverdes, zu verdanken. Lennés Grundgedanken verpflichtet, einen weiträumigen Landschaftspark zu schaffen, integrierte Alverdes in den fünfziger Jahren den Englischen Garten und umfangreiche Rhododendronpflanzungen in den Park.