Denkmal  

 

Gartendenkmale

Luisenstädtischer Kanal


Luisenstädtischer Kanal, Rosengarten
 
Luisenstädtischer Kanal, Blick zur St. Michael-Kirche
 

Luisenstädtischer Kanal, Grünzug, Kreuzberg/Mitte;
1848-52 von Peter Joseph Lenné, ab 1926 Umgestaltung von Erwin Barth


Der Luisenstädtische Kanal wurde als Schifffahrtsweg zwischen Spree und Landwehrkanal nach einem von Peter Joseph Lenné 1839-40 erstmals publizierten Bebauungsplan "Projektirte Schmuck und Grenzzüge von Berlin mit nächster Umgebung" gebaut. Die als "Schmuckzug" gestaltete Wasserstraße stellte die ideelle Mitte der geplanten Stadterweiterung der Luisenstadt dar. Aus hygienischen Gründen wurde sie 1926 zugeschüttet und in den folgenden Jahren nach Plänen von Erwin Barth als Grünzug für die dichtbesiedelten Bezirke Kreuzberg und Mitte angelegt. Innerhalb der Kanalmauern entstanden so Sondergärten und, als Mittelpunkt vor der St. Michael-Kirche, ein großes Wasserbassin, das sogenannte Engelbecken. Die Gartenanlagen des nördlichen Kanalabschnitts mussten 1961 dem Bau der Berliner Mauer weichen. Nach dem Fall der Mauer konnte durch ein gartenarchäologisches Grabungsprogramm umfassende Originalsubstanz festgestellt werden. Im Frühjahr 1991 wandelte sich mit der Pflanzung von Kaiserlinden der einstige Mauer- und Todesstreifen in einen städtischen Boulevard. Im Rosengarten wurden die Kanalmauern restauriert, das Rasenparterre mit Rosenpflanzungen angelegt und der Indische Brunnen in Anlehnung an das historische Vorbild neugestaltet. Am Engel- und Bethaniendamm entstand ein immergrüner Garten, die ursprüngliche Grundrissstruktur konnte komplett wiedergewonnen werden.