Denkmal  

 

Gartendenkmale

Wohnanlage Flußpferdhof


Wohnanlage Flußpferdhof

Wohnanlage Flußpferdhof Große-Leege-Straße 60-82, Hohenschönhausen; 1932-34 von Mebes & Emmerich

Einem Brunnen mit Pferdefiguren auf dem zentralen Binnenhof verdankt der Flußpferdhof seinen nicht ohne Berliner Witz entstandenen Namen. Die Siedlung ist Teil der Wohnreform der Weimarer Republik, sie ist die Antwort fortschrittlicher Architekten auf die Hinterhöfe der Kaiserzeit mit ihren sozialen und hygienischen Problemen und der störenden Mischung von Wohnen und Gewerbe. Die erfahrenen Siedlungsarchitekten Mebes & Emmerich verwendeten beim Entwurf der Anlage das Konzept des "Wohnhofs", um die Lebensqualität in einer vornehmlich nach ökonomischen und hygienischen Gesichtspunkten errichteten Siedlung ohne übergroßen Aufwand zu erhöhen. Die strengen Zeilen der Wohnblöcke enthalten zwar optimal belichtete und belüftete Wohnungen, wirken für sich genommen aber sehr spartanisch. Versetzte Kopfzeilen im mittleren Bereich bezeichnen den Hof, der den Bewohnern und vor allem ihren Kindern eine geschützte grüne Oase im Großstadtlärm bietet. Der Brunnen mit seinen Skulpturen in einer gestalteten Grünfläche gibt der Siedlung ein individuelles Gesicht und den Bewohnern eine markante Adresse. 1995-97 wurden Wohnungen modernisiert sowie die Außenanlagen wiederhergestellt, einschließlich der weitgehend im Original erhaltenen Brunnenplastik.