Denkmal  

 

Bodendenkmale

Feldsteinbrunnen


Feldsteinbrunnen

Feldsteinbrunnen, Backbergstraße 38, Neukölln;
Feldsteinbrunnen, 2. Hälfte 14. Jh.


Durch eine archäologische Grabung neben der Dorfkirche in Britz wurde 1967 versucht, den hier vermuteten und im Landbuch Kaiser Karl IV. 1375 erwähnten Sitz der Herren von Britzik zu lokalisieren. Am Rande der Baugrube für das neue Gemeindehaus konnte ein Brunnen aus trocken verlegten Feldsteinen ausgegraben werden. Die Untersuchung ergab, dass der Brunnen bis in die Zeit um 1900 in Benutzung gewesen sein muss, daher häufig gereinigt wurde und keinen datierenden Fundstoff enthielt. Aus der Baugrube des Brunnens konnte aber Keramik geborgen werden, die eine Datierung in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts ermöglichte. Außer Gebrauchskeramikresten fanden sich Bruchstücke von Mauerziegeln im sogenannten Klosterformat sowie Bruchstücke von Dachziegeln. Weitere Funde von Baukeramik, auch Abbruchschutt von einem Ofen aus Topfkacheln mit Vierpassmündung, wie sie in vornehmen Häusern verwendet wurden, weisen auf einen Adelssitz hin. Im Frühjahr 1968 wurde der Pfarrgarten untersucht. Es sind aber nur eine Fundamentmauer des 18. Jahrhunderts und ein älteres, aus Feldsteinen errichtetes Fundamentfragment gefunden worden. Nach dem Grabungsabschluss ist der Feldsteinbrunnen mit Mitteln des Landeskonservators und des Berliner Zahlenlottos erhalten worden. Er ist heute in einem separaten Kellerraum, der gleichzeitig als Ausstellungraum für die Grabungsfunde eingerichtet ist, vom Keller des Gemeindehauses aus zugänglich.

Zugang nach Anmeldung im Gemeindebüro. Ev. Dorfkirchengemeinde Britz: 030 60083809